::Dürfen deine Kinder eine Meinung haben? -2-::


Hast du den ersten Eintrag verpasst, dann schaue mal hier vorbei:
https://childwise-ch.blogspot.com/2019/12/durfen-deine-kinder-eine-eigene-meinung.html

Diese Thematik beschäftigt mich sehr. Mit einem Teenager – und bald zwei im Haus, plus die Dritte wird sich in einigen Jahren dann auch noch dazu gesellen – ist sie brandaktuell für uns.
Für dich vielleicht auch. Wenn nicht, nutze die Jahre vorsätzlich.

Ich nehme dich gerne mit auf unserer Reise.

Wer von euch teilt mit mir die wunderbare Angewohnheit, die Kinder mit Fragen zu löchern, insbesondere wenn man merkt, dass sie etwas beschäftigt?

Bei dem einen Kind muss ich gar nicht löchern, damit alles in grossen Wellen und Schwallen herausgequellt kommt, andere sind geheimnisvoller, und da durfte ich früh merken, dass Löchern absolut kontraproduktiv ist und meine Geduld doch viel effektiver.

Teenager mögen keine Verhöre (wer mag die schon?!), die Gespräche jedoch werden immer wichtiger, sie sind ein wichtiger Grundstein unserer Beziehung.
Manchmal muss ich ganz ehrlich schauspielern, denn ich würde gerne meinen Teenager über etwas ausfragen, weiss jedoch, dass dies nicht die beste Variante ist, und maskiere
es in einem nebensächlichen Gespräch. Innerlich bin ich aufgewühlt und würde mein Kind gerne sofort verhören wollen, äusserlich jedoch spiele ich die Ruhige, was mehr oder weniger klappt.
So sprechen wir gerne während Mahlzeiten, dann sind wir sowieso gleich alle zusammen. Wie bereits erwähnt dominieren gewisse Kinder das Gespräch, die anderen gehen dabei oft unter. Ich habe aber gemerkt, dass diese stillen Kinder während anderen Zeiten offener sind. So ist es bei uns, wenn die anderen im Bett oder anderweitig beschäftigt sind, während Autofahrten oder auch Spaziergänge.

Als nächstes muss ich unglaublich auf meine Haltung achten, wenn das Kind gewisse Dinge mit mir teilt, was ich im letzten Eintrag schon angeschnitten habe. Und dies insbesondere bei Themen, wo ich anderer Meinung bin. Da kann ich mich enorm verbessern und weiss, dass ich auch ganz viel von meinen Teenagern lernen kann, wenn ich ihnen aufmerksam zuhöre und sie ausreden lasse.
Manchmal fordert mich mein Teenager auch heraus: Warum denke ich so? Warum sind mir diese Werte wichtig?

Oft hilft es mir, mein Ziel zu kennen. Ich möchte gerne Kinder haben die erwachsen werden und ihre Meinung vertreten, genauso jedoch den Respekt anderen geben, die nicht die gleiche Meinung haben.
Anderen zuhören heisst nicht, dass wir mit ihnen übereinstimmen, sondern dass wir sie genug achten, um ihre Meinung zu hören.

Absolut rechthaberische Menschen, die keine andere Meinung zulassen, sind schwer im Umgang. Ich besitze diese Eigenschaft nicht, wenn ich mit Freunden zusammen bin (oder das glaube ich zumindest!), jedoch leider mit meinem Teenager. Ich kenne diese Schwäche und möchte daran arbeiten.

Wie geht es dir? Lässt du deinen Teenager ausreden?
Respektierst du seine Meinung?
Versuchst du, ihn umzustimmen, oder versuchst du wirklich, ihn zu verstehen?
Wie sieht dein Endziel für deine Kinder aus?

Nutze die Zeit weise und bleibe offen – dieser Eintrag hier ist womöglich mehr für mich als für dich.

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