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Es werden Posts vom Februar, 2016 angezeigt.

::Erziehung ist ein Marathon – kein Sprint::

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Oft bereiten wir uns auf einen Sprint vor, bündeln alle Energie und sind dann nach 100, 200, oder sogar 400 m völlig erschöpft, niedergeschlagen und enttäuscht.
Ist es nicht so? In vielen Dingen möchten wir schnell Resultate sehen.  Wir sind uns ausserhalb der Erziehung gewohnt, dass wir nicht mehr lange auf etwas warten müssen. Das Navi im Auto ist schnell installiert – kein mühsames Anhalten und Auf-der-Karte-suchen. (Wer kennt das überhaupt noch?) :-) Man muss auch nicht mehr in der Bibliothek herumstöbern um Antworten auf eine Frage zu bekommen (ja, ich bin schon so alt!). Mit einem Klick erhalten wir Millionen von Infos – ob sie dann wahr oder unwahr sind, das sei dahin gestellt. (Kleine Anmerkung: Glaubt nicht alles, was im Internet steht) :-) Oder wer hat noch im Telefonbuch nach einer Nummer suchen müssen, eine Telefonkabine gesucht, weil man zu spät an ein Meeting kommt und sich entschuldigen möchte, oder Fotos gemacht, die man dann zuerst zum Entwickeln einsenden musste um zu se…

::Lernmomente 2.0::

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Nun, wer von euch war bei den ersten Kursen mit dabei und hat fleissig Notizen genommen, als wir über Lernmomente sprachen, und diese dann auch enthusiastisch zu Hause umgesetzt? Kleine Kinder lernen so viel Neues. Sie brauchen jemanden, der ihnen dies auf spielerische Art und Weise erklärt und sich Zeit dafür nimmt. Sie gleichen kleinen Schwämme, die alles aufnehmen. Was wir uns jedoch fragen sollten ist, ob dies häufiger in Konfliktsituationen geschieht oder ob wir uns bewusst Zeit einplanen.

Als unsere Kinder noch kleiner waren, hatten wir diese Zeiten regelmässig einmal pro Woche, und manchmal auch öfters. Wir nannten es Teachable Moments, kurz TM, und hatten oft viel Spass dabei. Natürlich ging eine lange Vorbereitungszeit voraus, da ich in diesen Dingen nicht die Kreativste bin. :-) 

Nun, vielleicht warst du dabei in der Anfangsphase und hast jetzt Kinder die 8, 9 oder 10 Jahre alt sind. Vielleicht haben bei dir – wie bei uns – die Lernmomente abgenommen. Wir haben viele Früchte wach…

:: Geschwisterrivalität ::

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Wir hatten in den beiden vorhergehenden Einträge das Thema Geschwisterstreit angeschaut.  Es gibt bestimmt noch so viel zu sagen und ganzsicher werden wir dieses Thema wieder aufgreifen.

Nun ist es mir aber wichtig, das Thema der Geschwisterrivalität nicht ausser acht zu lassen. Denn wenn du es damit zu tun hast, kannst du noch 
so sehr die Geschwisterliebe hervorheben, den Ämtliplan erstellen und in Lernmomenten darüber austauschen (alles super gute Sachen!) aber dennoch den Punkt verpassen. 

Was ist Geschwisterrivalität?
Geschwisterrivalität entsteht, wenn das eine Kind Aufmerksamkeit möchte, weil es sich nicht geliebt fühlt.Es fällt negativ auf, schubst den Bruder und nimmt ihm die Spielsachen weg, und das alles nur, um Aufmerksamkeit von Mama oder Papa zu bekommen. Es geht also nicht primär um den Bruder,
sondern der Konflikt ist zwischen dem Kind und Mama/Papa.

Wenn es um Rivalität geht, ist es deshalb in erster Linie mal wichtig, ganz ehrlich mit dir selber zu sein.
Kann es sein, dass d…

Streit unter Geschwistern -2-

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Konntest du den ersten Teil schon verdauen? Hast du dich entschieden, wie du es mit dem Petzen handhaben möchtest? Vielleicht brauchst du auch mehr als eine Woche, kein Problem. :-)
Machen wir weiter, wir waren – so viel ich mich erinnern kann – beim dritten Punkt.
Drittens, arbeite an verbalen und körperlichen Freundlichkeiten zwischen Geschwistern. Stärke die Freundschaft zwischen ihnen. Es ist doch einfacher einen Feind zu schlagen, als seinen besten Freund.
Hilf deinen Kindern, freundlich mit ihren Geschwistern umzugehen. Lehre sie, die Grenzen zu respektieren.
Ermutige den Austausch, was sie an den Geschwistern schätzen. Manchmal machen wir das einfach so am Tisch. Was findest du super an deiner Schwester, was an deinem Bruder? Dies kommt auch immer wieder zum Zuge, wenn unsere Kinder etwas Gemeines über den anderen sagen. Dann dürfen sie fünf nette Sachen sagen. Es hilft ihnen, sich auf das Positive zu konzentrieren. Erlaube keine gemeinen Worte wie: „Du bist schlecht, du bist dumm, das …