:: Privilegien::



Ob du nun eines oder mehrere Kinder hast: eines ist das Älteste. 
Ob es ein Einzelkind ist oder das Älteste von 5 Geschwister ist: es braucht Privilegien. 
Wir haben schon mal einen Eintrag über Verantwortung gemacht, hier mehr dazu: 

Wenn jedoch die Verantwortung wächst und die Privilegien nicht im gleichen Masse zunehmen, frustriert es das Kind zunehmend. Und darf ich hinzufügen: völlig verständlich. 

Dieses Thema, wie so viele, liegt mir nicht nur am Herzen, weil ich selbst die Älteste bin/war :-), nein, ich merke immer wieder, wie Eltern genau an diesem Punkt scheitern. 
Gleiche Rechte für alle, fertig Schluss, ist die Devise, manchmal sogar ganz bewusst. 
Denn so geht man einigen Konflikten aus dem Weg. Nur die Kosten dafür berechnet niemand mit. 
Nämlich die der wachsenden Frustration der Ältesten, die immer mehr Verantwortung aufgebürdet bekommen, jedoch keine Freiheiten zugesprochen erhalten aus Angst vor der Revolution der Jüngsten. 

Mit wachsender Verantwortung muss die Freiheit jedoch zunehmen. 
Stell dich dieser Herausforderung in deinem Haushalt!
Je nachdem, wann du damit beginnst, das Ruder herumzureissen, wirst du tatsächlich den Widerstand der Jüngeren spüren, und das mit all deinen Sinnen! :-) 
Sätze wie:

"Das ist TOTAL UNFAIR!"
 
"Warum darf ICH nicht?!" 
werden gefolgt von Schreien und Opposition. 

Auch hier gilt: je früher du damit beginnst, desto einfacher wird die ganze Sache. Eltern mit jüngeren Kindern haben hier einen Vorteil, jedoch möchte ich gerade dich mit älteren Kindern ermutigen und dir sagen, warum dieses Prinzip so wichtig ist. 

1. Du anerkennst die Position des Ältesten und ehrst sie. 
Freiheiten und Privilegien kommunizieren den Ältesten, dass man ihnen vertraut und ihnen etwas zutraut. Man erwartet und fordert nicht nur ständig etwas von ihnen, sondern bekräftigt und berücksichtigt genauso das Bedürfnis an Freiheiten. 

2. Du respektierst Altersbeschränkungen. 
Es gibt tatsächlich Altersbeschränkungen unserer Gesellschaft, sei es für den ersten Besuch ins Kino, für Filme, Videospiele, Bahnen in Vergnügungsparks. etc. Diesen dürfen wir uns alle unterordnen – ob wir sie nun gutheissen oder nicht. Unseren Kindern zu lehren, diese zu respektieren, ist jedoch eine wichtige Lektion.  

3. Du lehrst den Jüngeren, sich für die Älteren zu freuen.
Zufriedenheit ist ein unglaublich wichtiger Aspekt im Leben, und nicht nur für Kinder, sondern für Erwachsene gleichermassen (wenn nicht noch mehr …)

4. Du lehrst Geduld.
Die Jüngeren warten geduldig, bis auch sie die Freiheiten bekommen, die entweder altersentsprechend sind, oder auch ihr Verantwortungsbewusstsein berücksichtigen. Alles hat seine Zeit. 

Nun, je nachdem, welche Position du als Kind hattest, nickst du mir als Älteste/r zunehmend zu oder findest es nicht angebracht, unfair oder gar gemein. 

Was denkst du darüber? 
Wie wurdest du als Kind behandelt?
Wie möchtest du deine Kinder erziehen?
 
Knickst du ein wegen der drohenden Proteste der Jüngeren? 
Versteckst du dich hinter der Vernunft deines Ältesten, der sein Recht nicht einfordert und sich anpasst? 


Mach dir mal bewusst Gedanken darüber, tausche dich aus und erforsche, wo du als Familie stehst und wo du hin möchtest. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

:: Drei verschiedene Lautstärken::

:: Eigentum anderer respektieren::

:: Wie schützt du dich?::