::Augenkontakt::


Du hast bestimmt schon mal davon gehört, wie wichtig es ist, Augenkontakt zu deinem Kind herzustellen, wenn du Instruktionen gibst.
Es ist wichtig, dass du zu deinem Kleinkind/Kind hingehst, es anschaust und es beim Namen ansprichst, so hast du schon seine Aufmerksamkeit.

Genauso wichtig jedoch ist es dem Kind zu lernen, dabei auch dich anzuschauen.
Wir tun oft unseren Teil und vergessen dabei, dass wir unserem Kleinkind/Kind dies auch beibringen können.

Können wir das überhaupt schon in diesem Alter?

Wir schrauben unsere Erwartungen so tief runter, weil wir denken, dass es unsere Kinder überfordert.
Was kann man heute schon von einem Kleinkind/Kind erwarten?

Die Gesellschaft erwartet nicht, das ein Kleinkind sie mit der Hand grüsst.
Deshalb stehen dann diese Kinder verloren mit einer Hand ausgestreckt da, um sie dann 
wieder schnell einzuziehen.

Genauso ist es mit dem Augenkontakt. 
Zu oft sprechen Erwachsene mit einem Kind ohne darauf zu warten, bis es ihnen in die Augen schaut.
Du gibst Instruktionen, und das Kind hat dich nicht einmal angeschaut.
Bist du sicher, dass es dich gehört hat?
Weiss es, was du ihm gesagt hast?

Lehre deinem Kind, dir oder jemand anderem in die Augen zu schauen, wenn sie mit ihm reden oder ihm eine Instruktion geben – und beginne früh damit.

Wenn du das noch nie getan hast, dann nimm dir mal Zeit und lehre es spielerisch. 
Ihr könnt das Wenn-ich-dich-rufe-Spiel machen.
Wann immer du das Kind während des Tages rufst, kommt es zu dir und schaut dich an.
Und du gibst ihm eine riesengrosse Umarmung. 

Was hast du dadurch bewirkt? Eigentlich zwei Sachen auf einmal.
1. Dass wenn du rufst, es kommt.
2. Dass es dir in die Augen schaut.

Du lehrst ihm wie das aussieht, ganz spielerisch.

Später dann erklärst du, was der Augenkontakt bewirkt, und warum das so wichtig ist.
Vergiss nie, altersentsprechende Erklärungen miteinzubringen. Denke nicht, dass wenn du es ihm schon einmal erklärt hast, es reicht. 
Mit deinem wachsenden Kind kannst du die Erklärung jeweils ausbauen, damit es ein starkes und festes Fundament hat.

Augenkontakt gibt dir als Mama oder Papa die Sicherheit, dass dein Kind dich gehört hat.
Genauso ist es eine Art des Respekts, Augenkontakt herzustellen und eine Person anzusehen, wenn sie mit dir spricht.

Also, wieder einmal eine Win-Win-Situation, die dein Kind sein ganzes Leben positiv begleiten wird.

Du hast genügend Zeit mit deinem Kind. Nutze sie, um es positiv zu beeinflussen und zu lehren.

Kommentare

  1. Ich gebe dir Recht, dass Augenkontakt in unserer Gesellschaft als wichtig angesehen wird- aber ich denke auch, dass er Ueberbewertet werden kann. Wenn mich ein Kind (oder auch ein Erwachsener) nicht anschaut, heisst es noch lange nicht, dass es mir nicht zuhoert. Vielleicht ist es sogar einfacher fuer gewisse Personen, jemanden nicht anzuschauen, wenn er/ sie richtig zuhoeren will. Augenkontakt kann auch ablenken. Ich kann auch jemanden anschauen, ab und zu nicken und ueberhaupt nicht zuhoeren. Man kann Aufmerksamkeit auch anders signalisieren- durch ein nicken, durch verbale Reaktion etc.
    Wo fuer mich der Augenkontakt ganz sicher dazu gehoert, ist bei der Begruessung- auch wenn er nur kurz ist. Das ist etwas, was ich den Kinder beibringe.
    Liebe Gruesse, Rahel

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