::Haltung vs. Verhalten::


Als Eltern haben wir ja das Ziel, die innere Haltung unseres Kindes zu erreichen; sein Herz, und nicht nur äusserliche Angepasstheit.

Du hast vielleicht auch schon die eine oder andere Haltung oder Aussage deines Sprösslings beobachtet:

Nach einer reflektierenden Auszeit:
“Ich bin zwar gesessen, innerlich jedoch bin ich gestanden!”

Nach einer Entschuldigung:
“Ich habe zwar Entschuldigung gesagt, jedoch nicht wirklich gemeint!”

Nach Hausarbeiten:
“Ich habe geholfen, nachdem ich meine Augen verdreht und vor mich her schimpfend die Arbeit erledigt habe!”

Ganz ehrlich würde es wohl nicht jedes Kind genau so sagen. Einige vielleicht – und andere mache dann einfach eine Faust im Sack.
Hier liegt das Problem: Äusserlich haben sie sich angepasst/waren gehorsam, und dies aus verschiedenen Gründen.

Beispielsweise:

- weil sie keine Lust zum Diskutieren haben
- weil sie schneller zurück zum Spielen wollen

Diese innere Haltung ist jedoch nicht das Endziel für uns Eltern. Wir möchten ja keine Roboter.

Nur, wie schaffen wir das?

Wenn deine Kinder noch klein sind, dann kümmere dich nicht so sehr darum, ob Junior die Entschuldigung von Herzen meint.
Lehre deinen Nachwuchs kontinuierlich, was Vergebung bedeutet und wie Wiedergutmachung aussieht.
Lehre deine Kinder, wie Freundlichkeit und Barmherzigkeit praktisch aussehen! Sprich mit ihnen über Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit.

All diese Lektionen sollten von früh an ein Teil ihres Lebens sein. Baue altersentsprechend darauf auf. Denke nicht, dass du ja schon mal darüber geredet hast. Lass es lieber ein kontinuierlicher, wachsender Teil deiner Erziehung bleiben.

Integriere praktische Geschichten, die deine Kinder, ihre Freunde oder sogar Schauspieler in Filmen erleben.

Lass deine Kids über deine Fragen reflektieren:

- Wie hat der Junge sich wohl gefühlt, als er nicht in die Gruppe integriert wurde?
- Was hättest du tun können?

So lehrst du sie ganz natürlich, ohne ihre Handlungen zu richten. Das hilft ihnen, ein Bewusstsein für diese Situationen zu entwickeln und die Tugenden zu verinnerlichen.

Alles, was dazu beiträgt und nicht nur ihre Handlungen tadelt, ist hilfreich. Natürlich wirst du diese auch mal unter die Lupe nehmen, am Besten in Nicht-Konfliktsituationen.
Aus meiner Erfahrung kann der Schuss hier ziemlich nach hinten losgehen, je nach Kind und Charakter.
Als Eltern sind wir dazu aufgerufen, proaktiv zu überlegen, auf welche verschiedenen und kreative Weisen wir sie unterstützen können.
Wie helfen wir jedem Kind spezifisch?

Wie nimmt es Information am Besten auf?
Auf die indirekte oder direkte Art und Weise?

Kenne dein Kind und gib dich nicht nur mit äusserlichem Verhalten zufrieden, sei jedoch weise, denn diese Verinnerlichung wird nicht über Nacht eintreffen.

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