::Meckern::


Ist dein Kind bekannt dafür, dass es meckert, oder ist Dankbarkeit seine primäre Sprache?

Kleinkinder sind weinerlich, wenn man sich jedoch nicht darum kümmert und diese Art der Kommunikation ungehindert weiter wachsen lässt, wandelt sie sich mit zunehmenden Alter in Meckern um.

Weinerlichkeit war für mich schon genug anstrengend: dieser Ton, diese Haltung! Das Meckern jedoch übertrifft alles.

Wichtig ist zu wissen, dass für einige Kinder Dankbarkeit ganz natürlich ist. Sie müssen sich kaum anstrengen, denn sie sehen das Glas immer voll und reflektieren diese Haltung. Solche Kinder sind gern gesehen Gäste und es ist schön, in ihrer Gegenwart zu sein. Genauso wie bei dankbaren und optimistischen Erwachsenen.
Dann gibt es aber diejenigen, die genauso wenig tun müssen und mehr die Gefahr als die Chance sehen, bei denen das Glas halb leer ist und Negativität die hauptsächliche Aussicht auf das Leben. Solchen Kindern fällt es einfacher zu meckern, wobei die ersteren genauso eine Muster entwickeln können, dies jedoch weniger ausgeprägt.

Welche Art Kind(er) hast du? Hast du womöglich beide?
Ich schon.

Ohne zu werten sollten wir uns an diese Aufgabe ranmachen. Denn das Kind, das Dankbarkeit ganz selbstverständlich ausstrahlt, hat sich nie darum kümmern müssen oder sich angestrengt, deshalb ist ein Vergleich deplatziert.

Unserem Kind, das pessimistischer dem Tag entgegen sieht, dürfen wir helfen und es unterstützen, die positiven Seiten zu sehen. Seine Sicht soll sich langsam entwickeln – und es darin zu bestärken ist ein wichtiger Prozess, der Jahre in Anspruch nehmen wird. Es lohnt sich jedoch.

Zurück zum Meckern.

Hat dein Kind meist das letzte Wort?
Auch das ist eine Form der Unzufriedenheit.
Wenn du Anweisungen gibst, werden diese oft kritisiert, hinterfragt oder darüber gemeckert?
Jammert dein Kind des Öfteren, weil er sich als Opfer sieht?

Vielleicht sind diese Haltungen präsent in deinem Alltag.
Klagen, schimpfen, sich weigern, widersprechen… und die Liste ist endlos.

Beobachte mal deinen Tag. Hat dein Kind zu viele verbale Freiheiten? Meckert es kontinuierlich? Vielleicht ist es nicht so offensichtlich, aber wenn du mal
näher hinhörst, musst du zugeben, dass er oder sie eine Haltung des Meckern etabliert hat, weil es sich ungehindert entfalten konnte.

Entscheide dich heute dafür, dies anzugehen.

Hast du noch kleinere Kinder, dann bleib dran und ermutige sie fortwährend mit dem Ja Mama/Papa, und damit, das Meckern in Dankbarkeit umzuwandeln.

Bei deinem Teenager hat sich seine Kommunikation vielleicht in eine Art coole Ausdrucksform entwickelt. Baue hier auf deinen Worte der Vergangenheit auf und bleibe mit ihm im Dialog.
Erkläre, wie schwierig es ist, etablierte Muster zu durchbrechen.

Sei immer wieder ein Vorbild für Dankbarkeit. Du kannst diese Haltung auch jetzt noch lernen und mit deinem Kind dieses Geschenk entdecken.

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