:: Moral::


Wir alle haben unsere moralischen Werte und diese können sich grundlegend von einander unterscheiden.

Was mir persönlich wichtig ist, mag für dich nicht der Rede wert sein und umgekehrt.

Hier eine Auswahl: 

- Bikini oder Badeanzug?
- Halloween oder kein Halloween?
- Gewaltgames oder keine?
- …..

Wenn du andere Punkte hast, wirst du meine vielleicht nicht nachvollziehen können, aber das ist zweitrangig. 
Bestimmt haben wir jedoch alle unsere Liste. 
Denke mal über deine nach.

Wer entscheidet beispielsweise in deiner Familie, was modisch angesagt ist?
Für deine Kinder sind es meist die Youtuber und Instagrammer. Dein Sohn oder deine Tochter fragt sich, ob das Vorbild dies auch tragen würde.

Crop Top oder nicht, mit oder ohne Unterleibchen?

Warst du schon mal Kleider kaufen und dein Kind hatte ein bestimmtes Outfit im Kopf, weil es jede/r in der Schule trägt, oder eben der Influencer, dem es folgt?
Du hast vielleicht ein ganz anderes Outfit im Sinn und alles, was dein Kind denkt, ist: “Würde das ….. auch anziehen?” 

Die einen Eltern verstehen das besser als andere, je nachdem, wie sehr Mode für sie selbst i
n der Kindheit und den Teenagerjahren eine Rolle gespielt hat. 

Wir können uns der Kultur, in der wir leben, nicht gänzlich entziehen (
ausser du wanderst auf eine einsame Insel aus :-) und müssen verstehen, dass dieses Thema für unsere Kinder wichtig ist. 
Wir können es ihnen nicht ausreden, denn für sie ist es ein grundlegendes Bedürfnis, das sich nicht so einfach vom Tisch wischen lässt. Vor allem für dein Kind in den mittleren Jahren und für Teenager.

Ein wichtiger Aspekt hierbei ist: Wieviel Einfluss haben die Gleichaltrigen auf deine Kinder?
Wer beeinflusst wen?
Leben diese Kinder und ihre Familien die gleichen Werte wie ihr?

Wenn du die letzte Frage mit nein beantwortest, dann weisst du genau, dass deine Priorität auf eurer Familienidentität liegt und nicht darauf, die Freunde deiner Kinder schlecht zu machen. Natürlich kannst du mit ihnen darüber sprechen, aber anstatt dass du alle schlechten Gewohnheiten der Freunde aufzählst, nimm diese Lernmomente, in denen deine Kids vielleicht von ihren Freunden enttäuscht wurden und frage sie, wie sie sich fühlen, wie sie sich in ihren Schuhen anders verhallten hätten, etc. Ganz sanft, ohne Vorschlaghammer und “Das hab ich dir schon immer gesagt, dass er/sie der/die falsche Freund/in ist!” Versetze dich in die Situation deiner Tochter oder deines Sohnes. Wie war es für dich mit Freunden? Du hattest vielleicht auch schon solche, die deine Eltern nicht gutgeheissen haben. Wie hast du dich gefühlt?

Also, arbeite an der Familienidentität. Im Buch”Childwise” und “Die mittleren Jahre” steht ganz klar, dass Gruppendruck nur so stark ist, wie die Familie schwach ist. 
Das bedeutet aber nicht, dass Kinder aus Familien mit einem starken Familienzusammenhalt sich nicht von der Gruppe angezogen fühlen – und das gilt insbesondere für die Altersgruppe ab 8 Jahren - und dann später vor allem in der Teeniezeit. 
Die einen Kinder scheinen magisch von der Gruppe angezogen zu sein, und andere ziehen sich lieber von der “Gefahr” zurück.

Wie gehst du als Mama/Papa damit um?

- Wenn du nicht schon wöchentliche Familienabende hast, dann integriere diese in deinen Alltag.
Spielt Gesellschaftsspiele, schaut einen Film, kocht zusammen – was auch immer euch Freude macht.
Lass deine Kinder diese Abende auch selber organisiseren.

- Individuelle Dates mit deinem Kind sind eine wunderbare Möglichkeit, in ihr Leben zu investieren, die Beziehung zu stärken und Vertrauen aufzubauen.
Du kannst das schon ganz früh mit deinem Kleinkind anfangen. Diese Regelmässigkeit bis in die Teenagerjahre wird als Anker dienen.

- Sei präsent, ganz ohne Verurteilung. Manchmal verstehen wir die Mode, Sprache oder Hobbys unserer Kinder nicht, für sie jedoch ist es ein Teil ihres Lebens, den wir zumindest versuchen sollten zu verstehen, denn ansonsten werden wir ihr Herz verlieren.

Es ist eine Gratwanderung. 
Wir mit unserer Erfahrung denken weiter, unsere Kinder jedoch denken nur an das Hier und Jetzt. Nur schon dieser Unterschied kann Frustrationen schaffen.

Bei unseren Kleinkindern ist der Druck der Aussenwelt noch minim und wir können sie im Schutz unserer Werte erziehen. Je älter unsere Kinder jedoch werden, desto mehr begleiten wir sie, stellen immer wieder Fragen, versuchen, sie zu verstehen und merken schlussendlich auch, dass sie ihre Entscheidungen selber treffen werden und müssen. Sie darauf vorzubereiten und loszulassen (altergerecht natürlich) ist eine unserer Aufgaben. 

Uns als Eltern ist es wichtig, dass wir den Dialog immer offen behalten, damit sich die Fronten nicht verhärten. 

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