::Eltern haben den grössten Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder::


Ja, ich gebe zu: ziemlich langer Titel. Ich konnte ihn jedoch wirklich nicht kürzen, ohne die Essenz zu verlieren.

Wir haben kürzlich diese Aussage aus "the Life Series - 2" gepostet.

"Eltern haben immer noch den grössten Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder – egal, ob der Einfluss absichtlich geschieht oder vernachlässigt wird.
Moralisch sensible Kinder zu erziehen, deren Verhalten Leben in den Moment hineinbringt, hat nicht mit Glück zu tun, sondern mit absichtlich erfolgter Erziehung. Das ist nichts für Zaghafte, sondern für diejenigen, die jeden Tag durchhalten. Auch im Zeitalter moralischer Vielfalt." Gary Ezzo

Ein ziemlicher Brocken, nicht wahr?
Versuchen wir mal, diesen zusammen auseinanderzunehmen, denn wie ich finde, liegt ein grosser Schatz darin, auch eine grosse Verantwortung, aber wenn wir diesen Satz beiläufig lesen, könnten wir den Schatz übersehen.

"Eltern haben immer noch den grössten Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder."
Ob du diesen Einfluss als schweren Rucksack mit dir herumschleppst, um dich immer wieder daran zu erinnern, wo du versagt hast, oder du dir keinsterlei Verantwortung über dein Handeln oder Reden bewusst bist: Diese Aussage fängt bei Tag eins deiner Elternschaft an, und verstärkt sich, je älter deine Kinder werden.

Wenn du Kleinkinder hast, die jeden Schritt und jedes Wort von dir imitieren, dann sei dir bewusst, dass dies im Teenageralter eine noch stärkere Dynamik annehmen wird, da deine Kids sich entweder gegen dich auflehnen und deine Prinzipien ablehnen, weil diese in der Praxis nicht wiederspiegelt wurden, oder deine Prinzipien, die sie über die Jahre in deinem Leben beständig sahen, zu den ihren machen.

"… egal, ob der Einfluss absichtlich geschieht oder vernachlässigt wird.“
Ganz gleich, ob du vorsätzlich und zielorientiert Prioritäten setzt, um dir die Zeit zu nehmen, in deine Kinder zu investieren, oder du deinen Nachwuchs so oft wie möglich abgibst: Dein Einfluss bleibt bestehen. Ich begegne vielen Eltern, die aufgeben. Nach dem Motto: „Ich kann sowieso nichts machen," oder die sagen: „Mein Kind macht eh das Gegenteil von dem, was ich will!“ 
Diese Aussage lässt sich ins Teenageralter weiterziehen, wo Eltern das Handtuch schmeissen und beispielsweise beim Gamen oder Chatten aufgeben, weil sie nichts mehr machen können. Ihre Sprösslinge spielen halt einfach, das machen ja alle, es ist ein neues Zeitalter. 

Du als Mama oder Papa kannst immer etwas machen! Auch passiver Einfluss ist Einfluss, ob es aber dann genau dieser ist, den du weitergeben möchtest, das lasse ich mal im Raum stehen.

"Moralisch sensible Kinder zu erziehen, deren Verhalten Leben in den Moment hineinbringt, hat nicht mit Glück zu tun, sondern mit absichtlich erfolgter Erziehung."
Ich spreche immer wieder davon, wie wichtig es ist, mit Absicht zu erziehen. Ich weiss, dass dies für die einen attraktiver scheint als für andere. 
Es heisst ja nicht, dass man bei allem, das man tut, zielorientiert handeln muss. Ein Ziel vor Augen zu haben ist jedoch – genauso wie bei anderen Arbeitsstellen – auch in der Erziehung ein Schlüssel.
Nur darauf zu hoffen, dass das Glück dein Kind treffen wird und sich alle Sorgen in Luft auflösen werden, ist leider überhaupt nicht realistisch.
Genauso wenig wie in einem Beruf. Auch wenn das Elternsein eine Berufung ist und kein Beruf (denn nach 8,5 Arbeitsstunden hast du noch nicht Feierabend), sollten wir uns einige Parallelen aneignen, die für eine Arbeitsstelle ganz normal sind.
Falls du also noch keine Familienziele für deine Familie formuliert hast, dann bist du bestimmt neu bei unserem Blog :-), hier einige
Einträge dazu:

Ziele und  Lernmomente sind wunderbare Schlüssel, die du nicht ausser acht lassen solltest. 

"Das ist nichts für Zaghafte, sondern für diejenigen, die jeden Tag durchhalten. Auch im Zeitalter moralischer Vielfalt."
Erziehung ist etwas für mutige Kämpfer, die jeden Tag aufstehen, um die Welt zu verändern. Und das meine ich überhaupt nicht als Floskel, sondern ganz ernst. Ich glaube ganz stark daran, dass wir Eltern durch unsere Aufgabe die Welt verändern können. Sie zu einem besseren Ort machen, weil wir Kinder erziehen, die nicht nur moralisch sensibel sind, sondern eine Vielfalt an Tugenden und Werte verinnerlicht haben.

Und dies auch im heutigen Zeitalter, wo die Grenzen fliessend sind, wo man immer mehr aneckt und schräg angeschaut wird, wenn man den Kindern beispielsweise beibringt, jemandem zur Begrüssung die Hand zu reichen, freundlich, ehrlich, zuvorkommend und höflich zu sein, etc.

Diese Vielfalt macht es uns Eltern nicht einfacher. Es gibt wenig Konstantes in der Erziehung, und viele Mamas und Papas ändern ihre Prinzipien wie die Mode, je nachdem, welche Meinung wir hören oder welche neue Studie herausgekommen ist. 

Wir als Eltern müssen wieder in die Ruhe gehen, auf unsere Intuition hören, mit unserem Partner zusammensitzen und Entscheidungen gemäss unseren Werten und Prinzipien treffen. 

Was möchten wir unseren Kindern weitergeben? Und welche Entscheidungen müssen wir treffen, die das unterstützen?

Du wurdest ausgewählt, gesetzt und ausgerüstet! Sei mutig und lass dich von niemandem vom Gegenteil überzeugen. 

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