::Simplify -8::


Es ist wieder mal Zeit für einen Simplify Hack.
Falls diese Serie dir nicht so zusagt, dann hattest du ja jetzt eine längere Pause und könntest diesem Eintrag eine Chance geben. :-)
Wer weiss, vielleicht hilft er dir?
Für die anderen, die nur darauf gewartet haben – voilà …

Verzichte auch mal auf soziale Medien

Diesen Punkt hatte ich in zwei vorangegangenen Einträge schon mal thematisiert, weil er nicht nur brandaktuell, sondern wirklich ein echter Simplify Hack ist.

Wie einfach würde dir das fallen?
Wie lange bist du an deinem Smartphone?
Hast du dir schon mal überlegt, die App auf dein Handy zu laden, die dir aufzeigt, wie viel Zeit du täglich darauf verbringst? 

Laut einer Studie wischt der typische Handynutzer sein Smartphone 2.617 mal täglich!
Ob diese Zahlen nun wirklich auf dich oder die europäische Durchschnittsperson zutreffen, sei dahingestellt. Wenn es auch nur annähernd so oft gemacht wird, ist es SEHR viel!
Bezüglich iPhone-Anhänger hat Apple bestätigt, dass seine Gerätebenutzer ihre Telefone 80 Mal täglich entsperren. Das ist ungefähr sechs bis sieben Mal pro Stunde.
Wenn diese Daten uns nicht mal aufrütteln und schockieren!
Kann es wirklich sein? 

Du hast bestimmt schon gehört, dass die hormonelle Reaktionen des Menschen in Bezug auf Technologien vergleichbar mit Alkohol oder Drogensucht ist. Dopamin wird ausgeschüttet, das sogennante Glückshormon oder Belohnungshormon. Man wird nicht körperlich abhängig, jedoch psychisch.
Die Sucht nach Likes und Annahme auf sozialen Plattformen ist ein reales Bedürfnis.
Vielleicht geht es dir gleich wie mir: Als Nicht-Millennial ist es für mich schwierig, mir das vorzustellen.  
Wenn du jedoch zwischen 18 und 30 Jahre alt bist, bist du womöglich oft auf einem Social-Media-Kanal aktiv. Millennials erleben und teilen mehr von ihrem täglichen Leben online als jede Generation vor ihnen.  Diese Generation ist quasi mit Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, YouTube und Pinterest aufgewachsen. Ganz im Gegensatz zu den Baby Boomern und der Gen X (vor den 1980er-Jahren geboren), die in ihrer Jugend keinen Zugang  zu sozialen Medien hatten. Während die Akzeptanzrate für soziale Medien innerhalb dieser Generationen zunimmt, gibt es immer noch eine Abneigung, soziale Netzwerke vollständig zu nutzen, um sich sowohl persönlich als auch beruflich zu vernetzen.
Welcher Generation du auch angehörst, es kommt bezüglich Medienkonsum eigentlich gar nicht darauf an, weil: 

A: wir alle Potenzial haben, etwas zu verändern, und auch die ältere Generation wie ich, damit kämpft, nicht zu viel auf den sozialen Medien zu sein. 

B: wir Kinder haben, die damit aufwachsen.

Potenzial zur Veränderung haben wir alle, nicht wahr?
Mir ist es wichtig, dass wir diese Art der Medien keinesfalls verteufeln oder meinen, wir müssten unsere Familie packen und auf eine einsame Insel auswandern, um all dem
zu entfliehen.

Aber warum nicht mal kritisch hinschauen?
Warum sonst können wir nicht mehr mit Freunden essen gehen, ohne dass unser Handy auf dem Tisch liegt? (umgedreht gilt nicht!) :-)
Warum können wir keine grundlegenden Dinge tun, wie aufs Klo gehen, ohne unser Handy mitzunehmen?
Warum muss unser Handy ins Schlafzimmer?
Warum kann man nicht mehr Radfahren ohne Screen vor dem Gesicht?
Warum können wir unseren Kindern nicht mehr auf dem Spielplatz zuschauen, ohne unsere Feeds zu kontrollieren oder zu telefonieren, wenn wir mit unseren Kindern spazieren gehen?

Digitaler Detox ist in aller Munde – auch für die Ehe.
Im Sinn von: Wenn man ohne etwas nicht leben kann, beherrscht es einen doch irgendwie.
Jeder prüft sich selbst am besten.

Vielleicht sprichst du auch mal mit deinem Partner oder einem Freund darüber?
Manchmal ist uns das Ausmass nicht bewusst, denn wir erhoffen uns, für einige Minuten aus der Realität zu entfliehen, auszuruhen und aufzutanken. Diese Gedanken sind leider trügerisch und gehen höchst selten auf.

Mein Mann und ich haben uns nach meiner Recherche für einen Vortrag wieder ganz neue Regeln gesetzt – und zwar für uns. Und auch wenn ich selber kein Smartphone habe (um mich selber zu schützen, weil ich ganz klar weiss, dass ich nicht damit umgehen könnte) ist bei mir der Laptop die Versuchung – ich habe VIEL Potenzial, mich zu verbessern.
Was kann man also tun?

- Die Geräusche ausschalten, die uns sagen, dass wir ein Whatsup, eine Message, ein E-Mail, ein Like, eine Freundesanfrage etc. bekommen haben. Dies abends zu Hause, oder auch wenn du Zeit mit Freunden verbringst. Denn beobachte dich mal, wenn dieses Ding ertönt: Wir möchten so schnell wie möglich nachschauen, was es ist. 

- Selbst auf Soziale Medien oder Smartphone verzichten. Sei es 24 Std., (von Samstagabend bis Sonntagabend), nach 19.00 Uhr, 20.00 Uhr oder 21.00 Uhr – was auch immer für dich ganz persönlich möglich ist.

Als Paar zusammen besprechen, was den andern stört.
Wie oft hast du dich geärgert, als du mit deinem Mann/deiner Frau gesprochen hast und er/sie ständig auf sein/ihr Smartphone schaut? Fühlst du dich in diesem Moment ernst genommen und wertgeschätzt?

Wie können wir unseren Kindern etwas beibringen, wenn sie es nicht von uns lernen?

Also, Simplify Hack Nummer 8: Verzichte auch mal auf die Sozialen Medien.

Denn das Eingrenzen birg ganz viele Vorteile:

-        extra Zeit, der du sonst täglich nachjagst
-        du kannst dich besser auf etwas fokussieren 
-        du fühlst dich besser
-        bist kreativer
-        bist effizienter
-        schläfst besser
-        FoMO (fear of missing out, Angst etwas zu verpassen) reduziert 
-        du geniesst den Moment mit deinem Partner, deiner Familie, deinen Freunden
-        .....

Es gibt so viel mehr.

Wer macht mit?
Lassen wir uns nicht ständig von diesem kleinen Gerät unseren Alltag diktieren – wir sind stärker!

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