:: Urlaub -1-::


Jetzt stehen schon bald die langersehnten Sommerferien vor der Tür.
Langersehnt von Lehrer gleichermassen wie von den Schülern :-) und ich freue mich
auch immer riesig auf die extra Zeit mit den Kindern.

Wir verbringen die ganzen fünf Wochen auf Balkonien, wobei es in unseren Fall vielleicht eher Gartenien heissen sollte :-).

Ob du nun zu Hause bleibst wie wir oder einige Wochen weg fährst oder fliegst – es ist eine unglaublich kostbare Zeit!
Wann sonst haben wir denn bitteschön wieder so viele Stunden mit unseren Schulkindern?

Genau, eben nie mehr so richtig.

Nutze diese Zeit also so flexibel und spasserfüllt wie auch proaktiv.

1. Ändere deine Gedanken
Ich weiss – fünf Wochen den ganzen Tag mit den Kindern zusammen sein lässt nicht jeden Luftsprünge machen.
Wenn du dieser Zeit also mehr sorgenerfüllt als freudig entgegen schaust, dann ändere deinen Fokus und deine Gedanken.
Denke an all die positiven Dinge, die ihre erleben könnt, die Erinnerungen, die ihr miteinander kreiert, die Chance, Zeit miteinander zu verbringen.
Ermutige dich Tage davor, verändere dein Augenmerk und ersetze die negative Gedanken mit positiven.

Natürlich heisst das nicht, dass deine Kinder am Lagerfeuer jeden Abend eng umschlungen Lieder singen werden. Es wird schwierige Tage geben; das ist ganz normal und gehört dazu.

Darum, 2. Versöhne dich mit den beschwerlichen Tagen
Gehe nicht davon aus, dass die ganzen Ferien eine reine Katastrophe werden, genauso wenig sei aber nicht überrascht, wenn es herausfordernd wird und du nicht verstehen kannst, wie es nach einem gelungenen Tag so ausarten kann, nachdem du dir so viel Mühe gegeben hast, ein tolles Programm zu schaffen, frühmorgens Brote belegt, einige Autostunden auf dich genommen und natürlich auch Geld ausgegeben hast.
Wer kennt das?
Höchst wahrscheinlich die Mehrheit unter uns die Kinder haben, die älter als drei Jahre sind!

Wir dürfen diese Zeiten aber nicht persönlich nehmen.
Organisiere Ausflüge nicht, damit deine Kinder dir am Abend um den Hals fallen und dich als beste Mama/bester Papa des Universums erkoren.

Die Frage ist: Warum planst du diese Fahrt ins Blaue?
Für die Familie oder für die positive Reaktion?

Selbstverständlich gibt es solche Kinder, die herzerwärmend reagieren und ihrer Dankbarkeit Ausdruck geben. Das tut der Seele gut. Den allermeisten Kindern jedoch wirst du durch Lernmomente und dein Vorleben nahebringen, wie Dankbarkeit aussieht, was es bedeutet und wie man es lebt.
Es ist ein Prozess.

Wenn du dich also mit den schwierige Tagen versöhnst und es nicht als persönlichen Angriff gegen dich siehst, wenn dein Nachwuchs den ganzen Weg am Nörgeln ist, weil es einfach so langweilig ist, dann nimmst du diese Momente auf dich, weil das Potenzial, ihm Dankbarkeit zu lehren, noch nicht ausgeschöpft ist.
Und gehst dann auch während den langen fünf Wochen ran.
Denn die Kinder werden dir genug Themen für Lernmomente geben, keine Sorge. :-)

Genauso möchte ich es aber nicht so darstellen, dass man einfach alles positiv sehen muss und es dann schon gut kommt.

Die schwierigen Tage sind ultrahart. Man kann während den ersten Wochen schon total entmutigt die Schule wieder sehnlichst herbeiwünschen und sich kaum vorstellen, wie man das fünf Wochen aushält.

Das Herumnörgeln während einem Ausflug ist extrem quälend und kann uns schnell dazu verleiten, gar nichts mehr zu planen.

Wer hat dann schon mal in der Hitze des Gefechts gesagt: “Dann werde ich gar nie mehr wieder etwas für euch organisieren! Ihr seid so undankbar!”

Ich allemal. Obwohl ich mich jeweils schnell entschuldigen musste, da ich wusste, dass ich diese Aussage nicht halten möchte und kann.

Aber Punkt eins und zwei sind wunderbare Hilfestellungen für dich, um proaktiv für dich selber vorzubereiten.

Mehr im nächsten Eintrag.

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