::Frust::


Wie viel Frust kannst du aushalten? 
Wie frustriert können deine Kinder werden? 
Wenn dein Kind quengelt und etwas haben möchte, wie lange hältst du es aus, bist du es ihm gibst? 
Oder wenn du ihm einen Auftrag gibst, wie oft wiederholst du dich, bist du es dann schlussendlich selbst tust? 
Wenn dein Kind partout die Kleider nicht anziehen möchte, die du rausgelegt hast, wie lange geht es, bis du es entscheiden lässt? 
Oder wie schnell kommt dein Smartphone oder iPad zum Zug, wenn du einfach deine Ruhe benötigst, sei es im Restaurant, wo diese Gadgets scheinbar schon am Eingang an der Hand angeklebt werden, oder, wie für mich ganz neu gesehen, während des Einkaufens!? (Ich bin wohl nicht auf dem neusten Stand, ich wurde nämlich des Besseren belehrt, dass dies kein neuer Trend ist, sondern schon länger das Einkaufen für viele "vereinfacht". Warum habe ich mir das Leben schwer gemacht mit drei quengelten Kindern im Einkaufswagen?!) :-)* 
Wenn dein Kind das Mittagessen nicht dankbar isst, im Geschäft umbedingt noch ein Büchlein möchte, weint, weil wirklich alle anderen das dürfen, keine Spielzeit machen möchte, …. Die Liste könnte ich problemlos ins Unendliche weiterführen. 

Kannst du es aushalten, wenn dein Kind frustriert ist? 
Wie fühlst du dich in diesem Moment?
Onmächtig? Überfordert? Hast du das Gefühl, dass du diesen Zustand "reparieren" musst? 
Ich selbst kenne es nur zu gut und mit mit ganz viele andere Mamas und Papas. 
Es ist nicht einfach, überhaupt nicht.  
Aber manchmal habe ich das Gefühl, das wir uns zusammenreissen und akzeptieren müssen, dass das Leben nicht einfach ist, genauso wenig die Erziehung. 
Wenn wir davon ausgehen, dann fallen uns solche Augenblicke leichter. Sie sind nicht leicht, denn leicht werden sie wohl nie, aber eine Spur erträglicher sicherlich. Wir lassen uns dann nicht vom Moment berherrschen, sondern haben das Ziel vor Augen. 
Das Ziel Kinder zu erziehen, die auch mal frustriert sein dürfen, durchbeissen, auch mal was aushalten. 
Denn es ist nicht unsere Aufgabe, unseren Kindern all die Frustrationen aus dem Weg zu räumen. 

Frustration birgt oftmals eine Chance.  
Wir lehren damit unserem Nachwuchs, nicht alles sofort hinzuschmeissen, seine Fantasie zu gebrauchen um gegebenenfalls etwas zu ändern, auch mal was anzunehmen, auch wenn ihm überhaupt nicht danach ist, etc.
Frustrationen im Leben unserer Kinder zuzulassen fördert meiner Meinung nach das Widerstandsfähigerwerden. Was denkst du? 

Welches Verhalten möchtest du in deinem Kind sehen? Frage dich dann, ob dieses Verhalten unterstützt wird, wenn dein Kind nie frustriert sein muss. 

Natürlich sollte dies in einem liebenden Zuhause geschehen, wo die Kinder in Sicherheit lernen dürfen und wissen, dass wir als Eltern nur ihr Bestes wollen, aber das ist ja klar! 
Überlege dir mal, wie gut du mit der Frustration deiner Kinder umgehen kannst. 
Und dann lerne, es auch mal aushalten zu können.  

*Achtung Ironie :-)

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