::Kostbar::


Mama, und natürlich auch Papa: Weisst du, wie kostbar du bist?
Weisst du, was für eine unglaublich lebensverändernde Aufgabe du täglich verrichtest?
Die Auswirkung, die du durch deine Familie auf die Gesellschaft hast, ist gewaltig.

Kaum eine Beschäftigung wird in unseren Breitengraden als so unbedeutend, uninteressant und – man wagt es kaum auszusprechen – wertlos angeschaut wie die Elternschaft.

Was, du bist „nur“ Mama?
Ich kann schon gar nicht mehr sagen, wie oft ich diese Aussage vor allem zu Beginn meines Mamaseins gehört habe.
So schade.
Warum können wir einander nicht ermutigen?
Als ich meine Karriere an einer Privatbank aufgegeben habe, um meine Beförderung als Mama anzutreten, waren die Reaktionen Schock, gefolgt von vielen Warums.

Das war aber unsere Entscheidung, eine Entscheidung, die ich mit meinem Mann getroffen hatte. Deine Entscheidung mag anders aussehen und diese respektiere ich auch.

Lasst uns einander bestärken, aufrichten, Mut zusprechen, auch wenn deine Realität anders aussieht als die deiner Kollegin.

Es ist kein Angriff und kein Wettbewerb, wenn jemand eine andere Wahl getroffen hat.

Ruhe in deiner Entscheidung.
Blühe auf.
Sei selbstbewusst, ohne überheblich zu wirken.

Ich kenne Männer und Frauen, die ihre berufliche Situation verändert haben aufgrund der Familie.
Einige Mamas haben sogar reduziert, als ihre Kinder Teenager wurden. Genau in dieser Zeit, in der jeder sagt, dass du mehr arbeiten könntest, weil
die Kinder ja älter sind und mehr Verantwortung übernehmen können.

Eine Aussage einer Mutter hat mich gerührt. Sie sagte, dass sie merkte, dass genau in dieser kritischen Zeit ihre Teenager sie noch mehr brauchen, nicht nur in der Qualitäts- sondern Quantitätszeit. Oft hat sie gemerkt, dass wenn sie nicht da wäre, viele Gespräche nicht entstanden wären. Und arbeiten könne sie dann später immer noch so viel sie wolle.

Vielleicht denkst du dir jetzt: "ABER ich kann nicht aufhören zu arbeiten, und überhaupt kennst du meine Situation nicht."
Das stimmt, und höre mir gut zu, ich sage nicht, dass du nicht arbeiten solltest.
Entscheide, wie es bei dir aussehen sollte, entscheide aber auch pro-aktiv, überlege dir was dran ist und sei mutig, Schritte der Veränderung einzugehen, wenn diese mal nötig sein sollten.
Nur das.

Es ist nicht einfach. Ich weiss. Ich bin heute schon 12 Jahre Mami.

Die täglichen Herausforderungen, die wiederkehrenden Haushaltsarbeiten, die Erwartungen, die Freundschaften, deine Hobbies ...
Wir sollten Karriere und Familie unter einen Hut bringen und dies so aussehen lassen, als ob es das Einfachste auf der Welt sei.

Eltern sind rastlos und überfordert. Wir verlieren den Fokus. Nämlich, an unserer Ehen zu arbeiten und unsere Kinder zu erziehen. 
Lass diese so kostbare Aufgabe nicht nach unten rutschen, nachdem alles „scheinbar Wichtigere erledigt ist und wir uns verwirklicht haben.

Kopf hoch, Mamas und Papas, lasst uns Kinder wieder erziehen, dazu erziehen, dass sie höflich und freundlich sind, Autorität respektieren können aber auch mutig und selbstbewusst ihre Meinung sagen, für andere da sind, wahres Mitgefühl zeigen und einen wunderbar starken Unterschied in dieser Welt machen.

Machst du mit?

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