::Prioritäten::


Was stellst du vor deine Familie?
Worin investierst du deine Zeit und lässt deine Familie warten?
Was hält dich davon ab, an deinen Familienzielen dranzubleiben?
Wo verlierst du all deine Energie, und läufst daheim nur noch auf Reserve?
Warum vertröstest du deine Kinder auf später?
Warum scheinst du keine Zeit für Lernmomente zu finden?

Gibt es da etwas? Vielleicht viele kleine, unscheinbare Dinge?

Womöglich hättest du im ersten Moment mit Nein geantwortet, aber lass uns da tiefer eintauchen.

Ich habe gemerkt, dass ich meist vor einer herausfordernden Situation mit einem meiner Kinder stehe, wenn ich mich ausgelaugt, entmutigt und gestresst fühle. Diese Situation kann klein und ganz altersentsprechend sein, wie ein Kleinkind, das langsam anfängt, mobil zu werden und nun alles runterreisst.
Zugegeben – klein scheint dieses Problemchen nicht zu sein, den es wiederholt sich täglich gefühlte hundertmal und dies über Monate. Um Mama und Papa auf Trab zu halten, kommt immer wieder was Neues dazu. 
Oder Schlafschwierigkeiten deines Babys. 
Ein Kind, das extrem scheu ist. 
Ein Kind, das andere beisst. 
Ein Teenager, der im falschen Freundeskreis ist.

Die Situation selbst jedoch ist nicht zwingend die, die mich auslaugt, sondern all die Dinge, die ich über die Investition mit meiner Kinder setze. Zweifelsohne sind oben genannte Phasen ziemlich anstrengend, aber wenn ich meine Prioritäten richtig setze, gehe ich ganz anders damit um.

Ich werde gleich müde ins Bett fallen, plane jedoch meine Woche, damit ich an gewissen Dingen dranbleiben kann, und nicht, so dass ich ja nichts opfern muss.


Wir opfern nicht gerne. Gar nicht gerne! Ich denke sogar, heute noch viel weniger, als wenn unsere Eltern uns grossgezogen haben.
Sich in etwas zu investieren kostet etwas.

Ich bin beeindruckt, wenn ich höre, wie Sportler ganz selbstverständlich einen strengen Essensplan verfolgen und trainieren, wenn andere ihre Freizeit geniessen. Oder jemand, der für seine Selbständigkeit Schlaf opfert.
Es gibt unzählige Geschichten von Menschen, die für ihre Leidenschaft Einiges aufgeben.

Deshalb die ganz wichtige erste Frage: Bin ich ein leidenschaftliches Mami/ein leidenschaftlicher Papi?
Ist dies meine Hauptbeschäftigung oder eine Nebensache?
Welcher Stellenwert hat für mich die Elternschaft?
Das macht wirklich den Unterschied, denn wenn du leidenschaftlich an etwas rangehst, bist du auch bereit, gewisse Opfer zu geben, weil du weisst, dass es sich für die Zukunft lohnt.
Denn die superwichtigen Dinge von heute werden im Angesicht der zukünftigen Ernte verblassen.

Was ist dir heute unerlässlich?
Dein Sport, dein Besuch, deine Zeitung, deine E-Mails, das Putzen, Kochen, deine Kaffeepause, dein Facebook, dein Instagram, dein Snapchat, deine Freiheit … Alles?
Das können gute Dinge sein – Dinge, die wir auch benötigen, die wichtig sind, um auch wieder aufzutanken. ABER, wenn es uns davon abhält, unserer Hauptbeschäftigung nachzugehen, dann müssen wir das anschauen.
Ich glaube, ich muss hier nicht näher darauf eingehen, dass wir unsere Kinder nicht in den Mittelpunkt des Universums stellen und alles liegen und fallen lassen, wenn sie rufen. Darum gehts nicht, und das wissen die treuen Blogleser unter euch auch. :-)

Aber es gibt doch so eine feine Linie.
Du weisst am besten, ob es noch gesund ist oder nicht.

Ich muss mich selbst immer wieder an der Nase nehmen, Entscheidungen treffen, dranbleiben.
Wenn du meine Kinder fragst, können sie dir genau sagen, was es bei mir ist :-), ich arbeite weiter daran, weiss aber auch, das vieles schon besser läuft.

Deshalb nochmals: Die superwichtigen Dinge von heute werden im Angesicht der zukünftigen Ernte verblassen. 
Die Zeit läuft gnadenlos und ich möchte sie pro-aktiv richtig nutzen.

Ich bleibe dran.
Wie siehts mit dir aus?

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