::Phasen::


In welcher Phase steckst du? 
Als kleine Erinnerung mehr dazu im Eintrag:
Geburt bis zum Kleinkind: Leiterschaftsphase
Kleinkind bis zu den mittleren Jahren: Trainingsphase
Mittlere Jahre bis und mit Teenager: Coachingphase 
Teenager bis zum Erwachsenen: Mentor/Freundschaftsphase 

Wenn du mehrere Kinder hast, steckst du bestimmt in den verschiedensten Phasen. 
Diese zu balancieren ist kein einfacher Akt. 

Wie werde ich allen gerecht? 

Diese Aufstellung der Phasen hat mir jeweils geholfen zu sehen, wo ich mit welchem Kind stecke. Und vornweg: allen gerecht zu werden heisst nicht, dass alle die gleichen Freiheiten haben müssen. 
Zugegebenermassen ist es VIEL einfacher, wenn alle die gleichen Privilegien und Grenzen haben – einfacher und besser für Mama und Papa :-) , aber nicht für die Kinder. 
Gut, nachdem wir darüber gesprochen haben: Es ist es völlig in Ordnung, wenn deine 11-jährige Tochter später schlafen geht als dein 6-jähriger Sohn. Oder wenn dein 9-Jähriger alleine draussen spielen darf und deine 4-Jährige halt noch nicht ohne Aufsicht.
 
Natürlich kannst du deine Ältesten ab und zu beauftragen, auf die Kleinen zu schauen, dies sollte jedoch nicht die Norm sein. Deine Ältesten sollen genauso ausgelassen mit ihren gleichaltrigen Freunden spielen dürfen, ohne schon Mama oder Papa spielen zu müssen. 
Kinder lernen so zu warten, sich auf was zu freuen und einfach dankbar zu sein. 
Nach Anfangsschwierigkeiten wird dies viel Ruhe in deinen Alltag bringen. 
Es lohnt sich also wirklich, glaub mir!  

Für mich persönlich war es die grösste Herausforderung, jeweils den Übergang nicht zu verpassen. Denn wenn ich mich einmal in eine Phase eingefunden hatte, fiel es mir schwer, mich an eine neue zu gewöhnen. 

Ich mag das Bekannte :-) … vielleicht geht es dir ähnlich. 
Bestimmt hast du auch schon gemerkt, dass Kinder sich verändern, und sobald du dich bequem in die neue Phase eingenistet hast, klopft die nächste an die Tür. Es bleibt uns nicht Anderes übrig, als diese anzunehmen. 
Lerne jede Zeit wertzuschätzen. 

Wir stecken mit unseren zwei Jüngsten in der Trainingsphase und mit unserem Ältesten seit einigen Wochen in der Coachingphase.
Also betreten wir jetzt brandneues Terrain und sind  sehr gespannt, was dieses bringen wird. Als Eltern werden uns je länger je mehr auf der Seitenlinie bewegen und vertrauen auf all die Dinge, die wir unserem Sohn gelehrt haben. Wenn er Hilfestellung benötigt, sind wir natürlich da für ihn.

Sorgen machen wir uns keine.
Ganz sicher werden wir auch Herausforderungen erleben, aber die gehören dazu.
Wir hatten schon Einige zu überwinden, und diese multipliziert mit drei Kindern, auf die verschiedensten Art und Weisen, denn es wäre ja langweilig, wenn wir eine schon gehabt hätten und wüssten, wie damit umzugehen :-).

Wir haben gelernt, diesen Herausforderungen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern haben gemerkt, dass sie oft ungeahnte, kostbare Momente bargen, unsere Herz-zu-Herz-Beziehung stärkten und unsere Familienziele unterstützen.
Ehrlich, so oft waren diese Muss-das-jetzt-wirklich-sein-Zeiten ein Segen – manchmal viel, viel später, aber sie waren es.

Eine Warnung jedoch möchten wir aussprechen: Es kostet VIEL Zeit. Aber worin möchtest du diese Zeit lieber investieren als in deine Familie? 
Sie ist dein Schatz.

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