::do all things with love::


Ein bekanntes und schönes Zitat, das Kissen, T-Shirts, Notizblöcke und bestimmt noch Vieles mehr ziert. Vielleicht hast du es auch schon irgendwo gesehen oder besitzt ein Gegenstand mit diesem Spruch. 
Wir haben ein Kissen, und ich liebe es! 

Es stellt einen doch gleich auf und erinnert uns daran, alles mit Liebe zu tun. 
Diese bestimmte Würzung mit Liebe verändert doch alles, nicht wahr? Schauen wir es mal in der Erziehung an. 

Tue alles mit Liebe! 
Was könnte dies beinhalten? 

Verzeiht mir, ihr lieben Väter, aber ich schau es mal von der Sicht der Mama an, bin aber überzeugt, dass auch ihr mit Liebe als Papa eure Aufgaben versüssen könnt. 
Mamas, da ich ziemlich eine traditionelle Mutter bin (was auch immer das heissen mag, die einen mögen es altmodisch :-) nennen, was mich keinesfalls kränkt, denn ich liebe meine Aufgabe), werden wir womöglich nicht die genau gleichen Aufgaben haben. 
Wir lassen uns aber nicht davon ablenken. 

Also. 
Alles mit Liebe tun. 
Das fängt doch früh morgens an, wenn wir aufstehen. 
Die Disziplinierten unter uns stellen sich den Wecker vor den Kindern, um schon bereit zu sein, wenn die Kinder aufstehen müssen. 
Ich weiss, dass dies viel Ruhe in die frühen Morgenstunden reinbringt – ich als ehemalige Frühaufsteherin (bevor ich Kids hatte) und Abendduscherin schlafe jedoch noch ein bisschen, bis der Wecker für alle klingelt :-). 
Welcher Mama du auch gleichen magst: Wie stehst du auf? 
Mit einem Lächeln und dem Ausblick auf einen guten Tag, oder mürrisch, weil dir der Schlaf geraubt wurde?
Ich bin überzeugt, dass hier die Veredelung mit Liebe einen grossen Unterschied macht. 
Ich versuche meinen Kinder mit einem grossen Lächeln zu begegnen und wünsche ihnen einen wunderschönen guten Morgen. Nicht jedes unserer Kinder ist morgens gleich wach und kann das schon aufnehmen. Aber ich möchte gerne, dass sie merken, dass ich mich auf einen neuen Tag mit ihnen freue, komme was wolle. 

Wie bereite ich das Frühstück vor? 
Wie mache den Znüni bereit? 
Wenn ich schulpflichtige Kinder habe, wie sieht mein morgendliches Ritual aus, bevor sie aus dem Haus müssen? Scheuche ich sie herum und nörgele die ganze Zeit (glaube mir, das habe ich auch schon des Öfteren gemacht), oder versuche ich sie mit viel Liebe aus dem Haus zu entlassen?
Ich konnte mir mal selbst nicht mehr zuhören, als ich morgens versuchte, meine Kinder dazu zu bewegen, schneller zu essen, sich schneller anzuziehen, sich schnell die Zähne zu putzen etc., weil sie ja sonst zu spät kommen würden. 
Natürlich ist dies eine Herausforderung, wenn die Kleinen in den Kindergarten kommen, aber dann ist nicht die Zeit, sie zu lehren, nimm dir die Zeit mal in einem Lernmoment oder beginn den Morgen früher. 
Ich habe gemerkt, dass ich meine Kinder so nicht aus dem Haus gehen lassen möchte, sie sind ja den ganzen Morgen weg und wenn dieses Gehetze das Letzte ist, das sie von ihrer Mutter hören und sehen …. nein, lieber nicht! 
Verfeinere diese Zeit mit Liebe. 

Wie gehe ich an meine nicht so heiss geliebten Hausarbeiten wie das Bügeln heran, oder wenn die Abwaschmaschine SCHON WIEDER ausgeräumt werden muss und kein Kind in Sichtweite ist!? Ich kann die Augen verdrehen, mich schimpfend an die Arbeit machen, oder meine Haltung ändern. 
Das sind jeweils Dinge, die keine einmaligen Arbeiten sind, sondern häufig vorkommen: täglich, manchmal sogar mehrmals pro Tag, und andere wöchentlich. So wie ich an die Arbeit rangehe jedoch ändert nicht nur die Zeit, die ich darin investiere, sondern auch die Stunden danach. 
Also, versüsse es mit Liebe. 
Es wird dir viel einfacher von der Hand gehen, ich verspreche es dir. 

Es gibt so vieles, das wir als Mama immer und immer wieder tun, niemandem fällt es auf und niemand bedankt sich dafür. 
Wenn wir uns aber vom Lob abhängig machen, kann das uns schnell frustrieren. 
Alljährlich werden dann aber Gott sei Dank zum Muttertag die Karten verziert und geschrieben: 
„Danke, dass du immer putzt!" 
"Danke, dass du so fein kochst!" 
"Danke, dass du mir bei den Hausaufgaben hilfst!" 
"Danke, dass du meine Kleider wäschst!" 
"Danke, dass du immer für mich da bist!" 

Natürlich, liebe Papa’s (diejenigen, die noch nicht aufgehört haben zu lesen) ist es schön, wenn wir ab und an ein Danke bekommen würden, aber wenn uns die fehlende Bestätigung frustriert, wird es schwierig. 
So Vieles geschieht im Verborgenen. Auch wenn wir unseren Kindern lernen, dankbar zu sein, sind viele alltägliche Handgriffe von Mama selbstverständlich. Die Kinder können es gar nicht verstehen. Ich konnte es nicht verstehen, bis ich selber Mama wurde! 
Deshalb würze auch diese Aufgaben mit Liebe, mit Freude, mit Zuversicht, dass du einen grossen Teil dazu beiträgst, dass es deiner Familie gut geht. 

Ob sich die schmutzige Wäsche wieder türmt und du dir nicht erklären kannst, wie man so viel Wäsche dreckig machen kann, du erneut ein gesundes Mittagessen kochen solltest und keine Idee hast, der Supermarkt dein einziger „Ausgang" ist und, und, und. 

Do all things with love. 


Es macht den Unterschied, wenn du weisst, warum du das alles tust, dann trägt dich eine stärkere Überzeugung, als nur die nächste Hausarbeit, die du nicht magst. 

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