::Weihnachtsgeschenke::


Wir wurden wieder einige Male dieses Jahr gefragt, was wir unseren Kindern
zu Weihnachten schenken.

Ein Thema, das viele Eltern beschäftigt. Die Wunschlisten sind ja meist überlang, und als ob das nicht schon genug ist, kommen noch täglich diese wunderbaren Kataloge extra für die Kinder rein :-).

„Oh ja, das möchte ich auch noch, und das und das …“, heisst es dann.

Vielleicht schlägst du dir die Hände über dem Kopf zusammen und erwiderst:
“Könnt ihr nicht mal zufrieden sein, ihr habt ja schon sooooo viel, und es gibt viele Kinder, die gar nichts haben.“
Die Bilder, die in den Sozialen Medien und Zeitungen zirkulieren, berühren dich. Es frustriert dich, dass deine Kinder scheinbar nur Geschenke im Kopf haben.

Zufriedenheit, Dankbarkeit und Mitgefühl, das fängt zu Hause an.
Du kannst es nicht erwarten dass dein Kind diese Gefühle plötzlich selbst entwickelt.
Ja, es mag frustrierend sein, vor allem in der Weihnachtszeit, wenn du ein bisschen mehr Besinnlichkeit mit einfliessen lassen möchtest, aber schlussendlich ist es eine tägliche Sache.

Sensibilisiere deine Kinder dafür.
Lebe Dankbarkeit, lebe Zufriedenheit.
Wie sieht das in deinem Alltag aus?
Bin ich, bist du dankbar und zufrieden?

Wie leben wir Mitgefühl als Familie? Wie sprechen wir mit unseren Kindern über das Elend, das in der Welt geschieht?
Halte ich es ihnen nur vor, wenn sie mit ihren Wünschen wieder einmal über die Stränge schlagen, oder ist es ein Lifestyle?

Lebe grosszügig das ganze Jahr hindurch. Lass deine Kinder einen Teil davon sein. Wenn du soziale Projekte unterstützt, sprich mit deinem Nachwuchs darüber.
Unterstützt du Menschen, die in anderen Ländern helfen, lass deine Kinder einen Teil davon sein.

Dies war von Anfang an ein wichtiger Punkt in unserer Familie, eines unserer Familienziele.
Anfangs war mir nicht so bewusst, wie wichtig es ist, die Kinder am Prozess teilhaben zu lassen. Heute besprechen wir viel mit unseren Kindern, sie haben in ihrem Sparschwein einen extra Schlitz für „ eine gute Tat", wo sie von ihrem Ersparten etwas reintun.
Sie wissen, wohin das Geld geht, wir kennen Menschen vor Ort, sie wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass wir eine Verantwortung tragen für diejenigen, die nicht viel haben.


Wir machen jedes Jahr bei der Aktion Weihnachtspäckli mit. Hierbei kaufen wir die verschiedensten Sachen für Kinder aus Osteuropa gemäss einer vorgeschriebenen Liste.
Auf der Liste stehen Zahnpasta, Seife, Zahnbürste, Shampoo, etc. Wir nehmen unsere Kinder für den Einkauf jedes Mal mit, sie sollen einen Teil davon sein. Das erste Mal waren sie ziemlich erstaunt, dass wir solche alltägliche Sachen einkaufen, die sie nie als Geschenk haben wollten.
Wir schauten den dazugehörenden Clip an, wo das Hilfswerk das Verteilen der Geschenke filmte, und unsere Kinder waren sichtlich gerührt zu sehen,
wie diese Kinder sich über ein Geschenk freuten, das unsere Kinder als selbstverständlich ansehen.
Lass deine Kinder einen Teil davon sein.

Dankbarkeit, Zufriedenheit, Grosszügigkeit und Mitgefühl, es lohnt sich so sehr, das ganze Jahr hindurch dies zu leben.
Nicht nur an Weihnachten. Weihnachten kann jedoch ein Anfang für sein.

Nun, zurück zu der Frage, was wir unseren Kindern schenken.
Nichts.
Nichts Materielles, sondern wie an ihrem Geburtstag dürfen sie sich einen Ausflug mit Papa wünschen.
Einen Kinobesuch, einen Besuch im Erlebnisbad, etc.

Wir schenken ihnen Erinnerungen.

Bevor du aber Mitleid mit unseren Kindern hast: Sie bekommen materielle Geschenke – Geschenke von Grosseltern, Tanten und Onkel etc.
Und auch wir schenken ihnen mal etwas, einfach so.
Also keine Sorge!  :-)

Wir haben einfach für uns entschieden, dass wir nicht noch mehr anhäufen möchten, sondern mit ihnen etwas unternehmen möchten.
Mein Mann hat hier den goldenen Jackpot gezogen, aber das gönn ich ihm. Es stärkt die Beziehung von Papa und Kindern enorm.

Ich als Mama geniesse das Privileg, manchmal wöchentlich mit den Kindern ein Date zu haben.

In diesem Sinne: Besinnliche Weihnachten.

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