:: Mutter und Tochter::


Nun, nachdem wir über einige Bedürfnisse der Söhne gesprochen haben, schauen wir mal
wie es bei Töchtern aussieht. Hier habe ich mehr Erfahrung! :-) Zu unserem ältesten Sohn haben wir 2 Töchter, und ich war und bin selbst noch eine Tochter.

Ich glaube es hilft, wenn man sich überlegt, was man selber bei seiner Mutter geschätzt oder vermisst hat.
Das gibt uns nicht nur gute Hinweise für den Umgang mit Töchtern, sondern es hilft auch, sich mal selber damit auseinanderzusetzen. Wenn wir selber als Kind etwas vermisst haben, sind wir dadurch geprägt worden und oft wiederholen wir es dann selber als Mutter, oder wählen den entgegengesetzten Weg, was nicht unbedingt besser ist. Wir erziehen dann aus Angst, nicht den gleichen "Fehler“ zu machen, oder fallen in die gleiche Falle, weil wir nur das kennen.

Unsere Mütter haben uns aber auch so viel Gutes mitgegeben und seien wir mal ehrlich, wirklich realisiert haben wir es erst, als wir selber Kinder hatten. :-) Das Los der Mutter.

Schau mal, es geht uns allen ähnlich, und deshalb ist das Ein-wenig-genauer-Hinschauen doch sehr unterstützend in der eigenen Erziehung.
Sich mal damit auseinanderzusetzen hilft einem enorm auf dem Weg als Mutter.
Also, werde dir bewusst, welche Prägungen du mit in deine Erziehung bringst und überlege dir, welche gesund und welche nicht so gesund sind und arbeite Schritt für Schritt proaktiv daran, die gesunden zu stärken und ungesunden zu minimieren.

Mir hilft dieses Bewusstsein sehr, denn nur zu sagen: „Das werde ICH sowieso nie so machen“ hilft nicht. Bestimmt hast du das schon selber erlebt, dass du plötzlich den beliebten Satz deiner Mutter, den du dir geschworen hast, nie zu sagen, aus deinem eigenen Mund. :-)

Was möchstest du deiner Tochter weitergeben?
Nachdem du schon fleissig an deinen Familiezielen gearbeitet hast und es dir schon fast langweilig geworden ist, kannst du dir mal Zeit dafür nehmen. :-)

Nun, was sind einige Bedürnisse, die eine Tochter hat?

1. Sie muss wissen, dass sie angenommen ist.
Angenommen wie sie ist, ohne Wenn und Aber. Eigentlich klar, aber an der Umsetzung happert es noch ab und an.
Frag dich mal, ob du deine Tochter wirklich mit all ihren Macken annimmst, oder schlummert in dir eine Frustration?
Natürlich würden wir es nie aussprechen, aber unsere Töchter spüren dies.
Vielleicht ist deine Tochter ganz anders als du, sehr extrovertiert und möchte jedem Besucher ihre Akrobatiken vorstellen.
Verdrehst du in diesen Momenten die Augen und schämst dich ingsgeheim, oder nimmst du sie an wie sie ist?


2. Sie braucht deine Stabilität
Eine Tochter benötigen Stabilität.
Deine Stabilität als Frau ist fast wichtiger als die ihre. Du sollst sie unterstützen und sie bestärken. Deine Tochter soll sehen und hören, dass du zufrieden mit dir bist. Nörgle nicht immer an irgendwelchen Kleinigkeiten rum. Dies gibt deinen Töchtern nicht einen gesunden Massstab, selbstbewusst zu sein. Wenn  sie sich mit Freundinnen in der Schule oder Frauen in Magazinen (oder entschuldige: auf Instagram) vergleicht und dann ihre Mama zu Hause auch nicht zufrieden ist ...

Sei ein Gegenpol zu unserer Gesellschaft, wo alle auf die Leistung und das Aussehen aus sind. 

3. Deine Tochter muss eine Verbindung zu dir haben
Fühlst du dich verbunden mit deiner Tochter? Viele Mädchen wachsen heran und fühlen sich, als ob ihre Mutter sich nicht wirklich für sie interessiert oder nicht wirklich weiss, was für die Tochter wichtig ist. Sei du diejenige, die diese Verbindung herstellt. Frage nach, ermutige, zeige deiner Tochter, dass du dich für sie interessierst. 

Das sind nur einige Punkte aber ich hoffe, dass sie dich ermutigen, dich für deine Beziehung zu deiner Tochter einzusetzen!

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