::Involviere mich::


Ich liebe diesen Satz von Benjamin Franklin:
"Tell me and I forget; Teach me and I remember, Involve me and I learn."
Auf Deutsch: "Sag es mir und ich vergesse es, lehre mich und ich werde mich daran erinnern, involviere mich und ich lerne."

Es ist so wahr! Nicht nur in unserem Leben, sondern im Leben unserer Kinder.

Nun, wenn dieser Satz wahr ist, wieviel Zeit investieren wir darin, unsere Kinder zu lehren und zu involvieren?
Ich weiss wie herausfordernd es ist dies in den Tagesablauf zu integrieren. Eine zusätzlich Schwierigkeit ist es, diese praktiv zu planen, was so viel heisst wie, ich muss mich darum kümmern.
So ganz von selbst und perfekt auf dem Silbertablett erscheinen diese Momente nicht, zusätzlich scheinen sie vom Alltag förmlich aufgefressen zu werden: „Wo blieb die Zeit, ich wollte doch noch …"

Wir sagen es den Kindern, wir sagen es ihnen oft, meist im Konflikt. Stimmt es nicht?!
Wie oft nehmen wir uns Zeit, im Nichtkonflikt unsere Kinder zu lehren? 
Wie sagte Franklin? Wenn ich es nur sage, dann vergessen es meine Kinder!
„Aha! Deshalb wissen sie es nicht mehr!“
Denn seien wir mal ehrlich: Nur im Konflikt etwas zu sagen (oder schreien), bewirkt oft nicht viel.
Unsere Kinder nehmen uns je länger je weniger ernst. Du siehst es in ihren Augen.
Einige schauen weg, andere starren ins Nichts und dann – mein Liebling! – verdrehen sie die Augen.
Unsere Kleinste kann dies filmreif und mir gefällt das überhaupt nicht.

Bevor ich mich dafür entschuldige, weil sie ja am Zahnen ist (nur für die Insider), sage ich dir: „Wir arbeiten daran!“ :-)

Für mich persönlich sind diese Lernmomente nicht einfach, auch nicht einfach einzuplanen und noch weniger kreativ zu planen.

Als meine Kinder noch kleiner waren, war ich viel intensiver daran. So als sie etwa 3 Jahre alt waren, wenn man das WARUM miteingabt

Heute muss ich mich jedoch noch mehr motivieren.
Warum? Erstens, weil sie so oft aus dem Haus sind und dann, wenn sie mal zu Hause sind, Hausaufgaben machen oder spielen möchten. Zweitens, weil Einiges schon klappt bei unseren Süssen, und darüber freue mich riesig, ABER es gibt noch viele Feinarbeiten, die von Weitem betrachtet weniger „schlimm“ scheinen, bei Näherem jedoch mich doch ermutigen, meine Zeit mit ihnen proaktiv zu nutzen um sie zu lehren und zu involvieren.

Deshalb ihr alle, die einen Berg von Dingen habt, an denen ihr arbeitet: Seid ermutigt, denn dieser Berg gibt euch die Kraft nicht nachzulassen. Er forciert uns, an gewissen Dingen dranzubleiben, weil wir sie nicht einfach lassen möchten. 
Obwohl es ziemlich anstrengend ist und wir am liebsten abwarten würden, bis diese „Phase“ vorübergeht, glaube mir, es lohnt sich, dran zu bleiben.

Ihr Eltern, die ihr grössere Kinder habt und vielleicht nachgelassen habt: Überlegt euch, ob ihr eure Kinder immer noch lehrt und involviert oder euch einfach zufrieden gebt und es ihnen nur noch sagt.

"Sag es mir und ich vergesse es, lehre mich und ich werde mich daran erinnern, involviere mich und ich lerne."

Mit älteren Kindern gibt es so viel mehr Möglichkeiten, sie zu involvieren. 

Wir haben mit unserem Ältesten angefangen zu lehren, wie man kocht. Er liebt es, er lernt jedoch auch, dass die ganze Vorbereitung und das Aufräumen zusammengehört und schätzt es jetzt auch viel mehr, wenn ich koche.
Er weiss, was es bedeutet.

Ihr könnte eure Kinder involvieren, indem ihr ihnen Ämtli übergebt, indem ihr ihnen altersentsprechende Freiheiten gebt, etc.

Bleib dran. Fülle deinen Alltag proaktiv.

Ich gehe gleich wieder mit neuem Elan dran. :-) Hoffe du auch!

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