:: Geschwisterrivalität ::


Wir hatten in den beiden vorhergehenden Einträge das Thema Geschwisterstreit angeschaut. 
Es gibt bestimmt noch so viel zu sagen und ganz sicher werden wir dieses Thema wieder aufgreifen. 

Nun ist es mir aber wichtig, das Thema der Geschwisterrivalität nicht ausser acht zu lassen. Denn wenn du es damit zu tun hast, kannst du noch 
so sehr die Geschwisterliebe hervorheben, den Ämtliplan erstellen und in Lernmomenten darüber austauschen (alles super gute Sachen!) aber dennoch den Punkt verpassen. 

Was ist Geschwisterrivalität? 
Geschwisterrivalität entsteht, wenn das eine Kind Aufmerksamkeit möchte, weil es sich nicht geliebt fühlt. Es fällt negativ auf, schubst den Bruder und nimmt ihm die Spielsachen weg, und das alles nur, um Aufmerksamkeit von Mama oder Papa zu bekommen. Es geht also nicht primär um den Bruder, 
sondern der Konflikt ist zwischen dem Kind und Mama/Papa. 

Wenn es um Rivalität geht, ist es deshalb in erster Linie mal wichtig, ganz ehrlich mit dir selber zu sein. 
Kann es sein, dass du das eine Kind bevorzugst? 
Ich höre dich schon "NEIN, sicher nicht!“ rufen. Aber gehen wir mal tiefer. 
Es gibt Phasen, in denen uns ein Kind mehr herausfordert. Zusätzlich ist sein Charakter ganz entgegengesetzt von deinem (oder vielleicht sogar der gleiche, was das ganze nicht einfacher macht – ich weiss, wovon ich spreche :-). Dieses Kind bringt dich schneller auf die Palme, es ist weinerlich, oder frech … Durch deine Worte und auch deine Körpersprache zeigst du ihm, dass du diese Art gar nicht magst. 
Hör dir mal aufmerksam zu. Sprichst du mit jedem Kind gleich? Oder bekommt das eine Kind den genervteren Ton? 
"Ja, ABER, das ist weil er sonst so ungehorsam ist UND ...!“ BAM – ertappt, oder?! :-) 
Beim Stichwort Bevorzugen kommen uns doch immer diese Geschichten in den Sinn, die so übertrieben sind. Manchmal kann es jedoch ganz subtil sein. Die Kinder spüren dies. Dann brauchst du nur noch ein Kind, das "einfacher" ist und schon ist das Rezept für Rivalität gekocht. 

Was kannst du nun tun? 
Umbedingt den Liebestank auffüllen. 

Ermutige dieses Kind täglich 
Beginne den Tag mit einer Ermutigung und und höre damit auf. 
Du wirst sehen: In dem du auf das Positive fokussierst, wird sich auch deine Haltung ändern und genauso die deines Kindes, weil es sich geschätzt fühlt und bestärkt, in dem was es gut macht. 

Führe Dates ein 
Mehr dazu in unserem Blogeintrag:
http://childwise-ch.blogspot.ch/2015/09/dates-mit-den-kindern.html
http://childwise-ch.blogspot.ch/2011/11/mommy-datesdaddy-dates.html

Ich möchte wirklich jedem, der dies noch nicht mit seinen Kindern macht, wärmsten empfehlen. 
Es ist eine wunderschöne Art und Weise, die Beziehung individuell zu deinen Kindern zu stärken. 


Liebessprache
Wenn dein Kind schon älter als 7 Jahre ist, wird sich seine Liebessprache schon bemerkbar gemacht haben.
Sprich sie.
Wenn dein Kind jünger ist, sprich alle Sprachen.

Mahr dazu in unserem Blogeintrag:
http://childwise-ch.blogspot.ch/2012/06/die-5-sprachen-der-liebe.html

Nimm dir Zeit dafür.
Schenk jedem Kind in deiner Familie den Schatz, sich geliebt zu fühlen. 
Lass kein Kind sich deiner Liebe nicht ganz sicher sein.

Ermutige oft.
Nimm dir genug Qualitätszeit
Liebe, liebe, liebe ...

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

:: Eigentum anderer respektieren::

:: Ämtli II ::

::Elterliche Autorität::