::Urlaub::


Wir waren zwei Wochen in den Herbstferien weg und genossen unsere Familienzeit sehr!

Oft kommen die verschiedensten Dinge während diesen Zeiten zum Vorschein. Es ist, als ob sie nur darauf warten, unseren Urlaub zu sabotieren! :-)
 
Der Jüngste wirft sich bei jedem Nein auf den Boden und fängt an zu schreien.
Während dem Essen steht er ständig vom Tisch auf.
Du merkst, dass er wohl in letzter Zeit zu viele Freiheiten hatte. (Was bei den Jüngsten oft der Fall ist!)
 
Die Älteste zeigt ihren Unmut, nachdem ihr die Aktivitäten geplant habt.
„Nein, nicht das, das finde ich langweilig….!“ Sie wiederholt es Immer und immer wieder, und dir steigt langsam der Blutdruck und du rufst aus: „Kannst du nicht mal dankbar sein, wir sind hier im Urlaub, das Ganze ist nicht gratis, wir geben uns sehr Mühe …. blab..bla..bla"
 
Die Geschwister liegen sich wegen jeder Kleinigkeit in den Haaren.
 
Plötzlich haben dein Mann und du mehr Auseinandersetzungen wegen der Erziehung.
Er möchte gerne relaxen und den Urlaub geniessen, und du fühlst dich so, als ob du an allen Fronten dran bist.
Oder er versucht, die Erziehung aufrechtzuerhalten und du denkst dir: „Ich habe jetzt auch mal Ferien und möchte ausspannen!“
 
Der Streit ist vorprogrammiert.
 
Du hast dir diesen Urlaub so schön vorgestellt. In deinen Träumen schlenderten ihr alle Hand in Hand den Strand entlang. Die Kinder spielen lachend im Sand, dein Mann und du entspannt auf den Liegestühlen, kein Wölkchen am Himmel, pure Entspannung, Freude und Liebe.
 
Deine Erwartungen prallen mit der Realität zusammen – manchmal heftig.
 
Wie ich diese Urlaube kenne!
 
Jedes der oben erwähnten Beispiele war bei uns vertreten.
 
Ich musste mich jeweils mühsam aus meiner Traumwelt befreien um der Realität ins Gesicht zu schauen und diese nicht nur zu akzeptieren, sondern als Chance ansehen.
 
Der Druck, der auf dem Urlaub lasten kann, ist manchmal gross. Insbesondere, wenn dieser eine seltene Unterbrechung im Alltag ist. Die Insel während des Jahres.
 
Mir half es, den Druck zu lösen und es als Investition und Chance wahrzunehmen, dass mir die verschiedensten Dinge auffallen, damit wir auch daran arbeiten können. Und darüber als Paar austauschen.
 
Die Haltung zu ändern half mir enorm, um dann pro-aktiv die Zeichen wahrzunehmen und an Verschiedenstem dranzubleiben, das mir während des Urlaubs aufgefallen ist.
 
Und eine gute Nachricht habe ich doch. Unser kürzlicher Urlaub war schon viel entspannter! Nicht nur, weil wir es gelernt haben, ruhiger dran zu gehen, sondern weil wir nach Jahren schon viele Früchte der manchmal anstrengenderen Urlaube ernten konnten.
 
Es war eine Freude, unseren Kindern zuzuschauen wie sie erblühten und Dinge, die wir gesät haben, lebten.
Natürlich muss ich an dieser Stelle immer das Alter unserer Kinder sagen, damit du keinen Druck mit deinen Kleinkindern hast und vergleichen willst. :-) Unsere Ältesten sind 10 und bald 9 Jahre, die Jüngste ist 6, wobei eben, bei ihr noch einiges zum Vorschein kam, an dem wir arbeiten dürfen. Da sie aber die Jüngste ist und die älteren Geschwister uns in vielem unterstützen, ist das nicht mehr so tragisch. Und „nichts mehr zu tun haben“ wäre doch auch langweilig (oder nicht!?). ;-)
 
Fazit: Erkenne deine falschen Erwartungen  –  entspanne dich – setze deine Beobachtungen um und arbeite daran – UND GENIESSE DEINEN FAMILIENURLAUB!!
 
… Als mein Mann und ich so gemütlich den Abend im Jacuzzi ausklingen liessen, überlegten wir uns, wie lange wir überhaupt noch in dieser Konstellation, mit allen Kindern, den Urlaub geniessen können. 
Deshalb koste diese Zeit aus, sie ist nicht für immer!
 
Schätze den Moment, auch wenn es ein schwieriger oder herausfordernder ist!

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