::Sommerferienschätze::


Bestimmt seid ihr, wie auch wir, nach den Sommerferien wieder im Alltag angekommen.
Wie im letzten Eintrag besprochen überlege dir, was die Ferien in deiner Familie hervor-gebracht haben.

Setz dich mit deinem Ehepartner oder, als Alleinerziehende(r), mit einem gute/n Freund/in zusammen und stellt euch folgende Fragen:

1.  - Wo hat mein Kind Fortschritte gemacht? 
     - Wie hat es mich überrascht? 
     - Auf was war ich stolz? 
     - Worauf haben mich andere aufmerksam gemacht (positiv)?

2.  - Woran müssen wir noch arbeiten?

Lass diese Beobachtungen nicht vom Alltag verschlungen werden! Gebrauche sie pro-aktiv.
Es tut so gut, sich wirklich mal Zeit für die erste Frage zu nehmen. Grabe tiefer, wenn dir keine Antworten in den Sinn kommen (ja, diese Phasen kann es geben :-). Du wirst überrascht sein.
Falls es dir wirklich einmal schwer fällt, frage Grossmutter und Grossvater, Tante und Onkel, ihnen fällt es meist leichter die positiven Eigenschaften und Verbesserungen zu sehen.
Diese Schätze werden dich, sobald sie ausgegraben werden, erbauen, ermutigen und stärken! Sie sind kostbar!

Die Frage 2. kommt ganz bewusst an zweiter Stelle. Oft fällt uns dieser Punkt nicht schwer – so wie auch uns unsere eigenen Schwächen schneller einfallen als die Stärken. :-)
Wenn du Einiges aufgeschrieben hast, woran du arbeiten möchtest, versuche zuerst die Ursache dieses Verhaltens herauszufinden. Dann wähle 1- 2 Punkte, die du in Angriff nehmen möchtest und überlege, wie du daran arbeiten kannst.

Einige Tipps:
1.  Hast du mit Gehorsam Mühe? Dann arbeite am JA MAMA/JA PAPA (es macht einen solch grossen Unterschied, glaube mir!), Augenkontakt und Konsequenz
2.  Hast du mit Lügen Mühe, dann lies unseren Blogeintrag dazu
3.  Hast du mit Respektlosigkeit Mühe? Dann arbeite an der Freundlichkeit. Wie sieht Freundlichkeit aus, wie spricht man mit einem freundliche Ton, spiele Szenarien mit deinen Kindern durch. Frage dich, ob du freundlich mit deinen Kindern sprichst.

Arbeite an allem im Nicht-Konflikt und vergiss nicht die Couch Zeit, die Dates mit den Kindern, die Familienidentität – Traditionen, die ihr aufrechterhaltet, die kleinen ermutigenden Notizen, verbale Ermutigungen, etc.

Vielleicht sind dir aber auch Sachen bei dir selbst aufgefallen. Du hattest wenig Geduld während den Ferien, warst oft am Limit und warst auch öfters laut. Arbeite auch du daran und gehe mit dir selbst Punkt 1 und 2 durch! Dies wird deinen Kindern zugute kommen und auch die Erziehung enorm unterstützen.

Wenn du ältere Kinder hast, kannst du dich mit ihnen hinsetzen und dich mit ihnen austauschen. Frage sie, wie sie die Sommerferien erlebt haben, was positiv und was schwieriger war! An welchen Dinge ihr arbeiten könntet. 
Wenn deine Kinder schon eine gewisse Reife mitbringen, kannst du sie auch fragen, wie du gewisse Dinge besser machen könntest. Was sie an dir lieben und was sie weniger lieben.


WICHTIG: Wenn du ein Kind hast, das gerne die Kontrolle übernimmt und einen starken Charakter hat, solltest du nicht unbedingt deine Ziele über die nächsten Wochen mit ihm besprechen. Da diese Kinder gerne die Verantwortung übernehmen, kann es sein, das sie gegen deine Ziele arbeiten, weil sie in Kontrolle bleiben möchten. Sei weise!

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