::Geschwisterliebe::


Können wir überhaupt einen liebevollen Umgang unter unseren Kindern erwarten oder sogar noch daran glauben!?

Vielleicht geht es dir wie vielen anderen Eltern: Deine Kinder streiten unentwegt, schubsen einander, möchten immer das Spielzeug des anderen haben und ignorieren sich, sobald der Freund oder die Freundin zu Besuch ist!

Sätze wie:
"Du nervst mich!"
"Ich hasse dich!"
"Du kannst das sowieso nicht!"
"Warte nur bis Mama nicht mehr da ist, dann wirst du etwas erleben!"
füllen dein zuhause tagtäglich, und da solltest du noch daran glauben, das es Geschwisterliebe geben soll?!


Vielleicht in 20 Jahren!

Ich glaube, dass Geschwister einander mit Liebe und Respekt begegnen können, jedoch nicht daran, dass dies einfach so passiert! Wir Eltern tragen einen grossen Teil dazu bei, dies zu kultivieren und zu lehren.

Uns als Familie war und ist dieser Grundsatz von Anfang an sehr wichtig.
Wir arbeiten unserem Ziel entgegen und haben immer wieder diese Tage, an denen sich die Kinder nicht gerade den ganzen Tag umarmen und mit rosaroter Brille und ermutigenden Worte füreinander den Tag miteinander geniessen!

Das Schubsen, Haare ziehen, Kneifen, Schlagen oder auch unfreundliche Sätze füllen auch unser Haus noch. Nicht mehr so häufig, als die Kinder noch kleiner waren, am Ziel sind wir jedoch noch lange nicht angekommen!

Sollte uns das entmutigen?
Nein, im Gegenteil!
Ich denke, als Eltern geben wir zu schnell auf!
"Ich habe das zwar mal im Kurs gehört, und habe es dann eine Woche angewandt, irgendwie wurde es jedoch nicht besser, also bringt es eh nichts, ich liess es dann wieder sein!"

Wir hätten auch nach einer Woche aufhören können, denn so schnell sahen wir keine Erfolge. Es braucht Jahre und ist ein langer Prozess, der sich lohnt!

Einige Tipps, die uns helfen:

- Dem Bruder oder der Schwester aufmerksam zuhören
Wie aufmerksam hörst du deinen Kindern zu? Wenn du – wie ich – dich noch verbessern könntest, arbeitet zusammen daran!

- Lehre deine Kinder, die Höflichkeitsformen füreinander zu gebrauchen
"Bitte", "danke", "Es tut mir leid", "Bis bald, ich freue mich, dich wieder zu sehen“, etc.

… Ohne Witz wurde ich jetzt gerade von meiner schreienden Kleinsten unterbrochen!  Sie und ihr Bruder stritten, wer den Besen haben darf! Also benötigte dies noch kurz meine Aufmerksamkeit … und wie passend doch für diesen Eintrag! :-)

Also, weiter…

- Lehre deinen Nachwuchs, sich füreinander zu freuen!
Ahhh, was für ein wichtiger Grundsatz, der uns am Herzen liegt!
Verbiete Sätze wie:
"Das ist unfair, sie hat das grössere Stück!"
"Ich will auch mal gewinnen, immer nur du!" (Danach wird oft das ganze Brettspiel umgekippt!)
oder "ich spiel nicht mehr mit!" (natürlich nur, weil derjenige am verlieren ist).
"DAS IST NICHT FAIR!“
"Ich möchte das auch!"

Wie traurig, wenn man sich nicht mehr für den Anderen freuen kann!
Wie möchtest du, dass deine Kinder reagieren, wenn dem anderen Geschwister mal etwas Gutes widerfährt, es eine Chance bekommt, etwas zu gewinnen?
Wie reagierst du, wenn deine Freundin ein grösseres Haus kauft, oder dein Freund eine Reise gewinnt?

Ermutige deine Kinder in diesem Bereich. Lebe es vor und kultiviere eine Umgebung, in der man sich füreinander freut.

Unsere Antwort auf die oben genanten Sätze war, anstatt herumzumaulen, zu sagen: "ENJOY - GENIESS ES!" und langsam verändert sich ihr Herz!

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