:: Partnerschaft mit einem Baby::


In letzter Zeit häufen sich die Artikel in den Zeitungen rund um das Thema Familie und Erziehung.

Einer dieser Artikel trug den provokativen Titel: „Darum macht das Baby die Beziehung kaputt. - Beziehungskiller Kind: Viele Beziehungen gehen in die Brüche, wenn ein Baby da ist.“ (Quelle: 
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10846185)

Weiter war zu lesen:
"Etwa 30 - 40 Prozent der Paare berichten innerhalb der ersten Monate nach der Geburt über eine grosse Abnahme der Beziehungszufriedenheit und weitere 30 Prozent über eine geringe bis mittlere Abnahme. 30 - 40 Prozent der Eltern bleiben gleich zufrieden oder werden gar zufriedener nach der Geburt ihres Kindes. So verwundert es auch nicht, dass 50 Prozent aller Paare, die sich scheiden lassen, ein minderjähriges Kind haben. Jedes zehnte Scheidungspaar hat ein Kind unter vier Jahren. Weniger Schlaf, weniger Sex, mehr Gereiztheit.


Die Ursachen sind verschieden. Man freut sich auf ein Baby, die ersten Stunden sind unbezahlbar und man kann es kaum fassen, dass es das eigene Kind ist. Die frischgebackenen Eltern beobachten jede Mimik und jede Bewegung des Kleinen. 
Die Krönung der Liebe, wie die Geburt eines Kindes auch oft genannt wird. 
Wie sieht denn diese Krönung nach schlaflosen Nächten, Gereiztheit, wenig Verständnis für den Partner aus? Oft unterschätzt man, welche Herausforderung der Nachwuchs an die bestehende Beziehung von Mama und Papa stellt.

Wie wurde man selber erzogen? Wie möchte man erziehen? 
Erziehung gehört sicher zu einem der Hauptthemen, warum Paare streiten.

Die Frage ist, warum ist das so? Die meisten Eltern haben sich vorher über dieses Thema wahrscheinlich nie auseinandergesetzt. Klar, man besucht den Spital, macht Geburtsvorbereitungskurse, kümmert sich um all die Anschaffungen, die man für ein Baby braucht, dekoriert und malt das Zimmer, aber über das Praktische, den Alltag mit Kind oder Erziehung, wird weniger bis gar nicht diskutiert.

Die gute Nachricht ist: Werdende Eltern können sich im Vornherein zu diesem Thema vorbereiten! 
Mein Rat: Besucht einen Erziehungskurs oder setzt euch während der Schwangerschaft mit dem Thema Erziehung auseinander. 
Welche Familien bewundert ihr?
Wie hat diese Familie es geschafft, dass sie solch eine Familienidentität hat? 
Fragt auch mal nach und lernt von anderen!

Tausche dich mit deinem Partner aus, formuliere Familienziele/-werte.

Nachdem das Baby da ist, organisiert regelmässige Dates miteinander. Vielleicht könnt ihr es wie wir mit der Schwester koordinieren, dass jeder mal den Kinder schaut, damit das andere Paar die Zweisamkeit geniessen kann. Ich kenne auch Familien, die es mit einer befreundeten Familie so organisieren. Oma und Opa hüten je nachdem auch gerne. Wenn du vielleicht keine Familie in der näheren Umgebung hast, suche dir einen vertrauenswürdigen Babysitter. Es lohnt sich!
Arbeite an der Couch Zeit (http://childwise-ch.blogspot.ch/2011/07/couch-zeit.htmlund vergiss nicht all die Dinge, die du mit deinem Partner gemeinsam gemacht hast und Freude daran hattest. 
Ladet Freunde ein ...

Sprecht über Herausforderungen. Vielleicht habt ihr ein befreundetes Paar, das schon mehr Erfahrung hat und für euch ein Vorbild ist. Tauscht euch mit ihnen aus.
Jeder hat schwierigere Zeiten. Sobald ihr darüber sprecht, werden sich andere Paare öffnen.
Mir ist in diesem Dialog jedoch immer wichtig, dass es keine Zeit ist, in der man nur alles ablädt, was einem beschäftigt, sondern dass man immer über Lösungsansätze spricht, Werkzeuge austauscht und einander ermutigt. 
Damit man dann mit neuem Mut und Energie nach Hause gehen kann und nicht noch mehr niedergeschlagen ist, weil man die Probleme der anderen auch noch aufgeladen hat.

Sei vorbereitet auf die Herausforderungen, die auf eine Partnerschaft mit Kind zukommen und investiere weiter in die Beziehung zu deinem Partner. Du musst nicht zu dieser negativen Statistik gehören!

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