::Zu Spät?::


Was tun mit dem Nachbarjungen, welcher schon 8 Jahre alt ist und sich gewohnt ist, alles zu bekommen was er will?
Oder der 10-jährige Cousin, der respektlos mit seinen Eltern spricht und sich nichts sagen lässt?
Wie sieht es aus mit der 7-jährigen Tochter deines Chefs, die immer wieder handgreiflich wird, wenn ihre Eltern versuchen, eine Regel durchzusetzen?

Ist es für diese Kinder zu spät? Kann man nichts mehr tun und einfach hoffen, das sie selbst mal den Rank finden?
Vielleicht bekommen sie einen strengen Lehrer in der Schule und lernen es dann.

Eltern hätten eigentlich verschiedene Lösungsansätze. Oft glauben sie jedoch nicht mehr daran, dass sie es selbst noch in der Hand haben.

Ich glaube, es ist nicht zu spät. ABER es braucht Eltern, die etwas ändern wollen, Eltern die nicht nur eine Zauberformel oder einen Trick suchen, damit ihre Kinder gehorsam werden, sondern solche, die bereit sind, daran zu arbeiten und auch wissen, dass es nicht einfacher wird, wenn man einfach Zeit verstreichen lässt.

Aus Erfahrung und den Coachinggesprächen weiss ich, dass die Mehrheit der Eltern hoffen, dass du ihnen ein Geheimnis offenbarst, irgendetwas, das alles ändern wird. Möglichst etwas, das mit wenig Aufwand verbunden ist. Im Gespräch merken sie jedoch schnell, das es nicht so einfach ist, aber möglich.

Steckst du in einer solchen Situation, oder eine gute Freundin oder ein guter Freund von dir?

Vergiss nicht: Es war auch für die Eltern, die von Anfang an mit ihren Babys oder Kleinkindern daran arbeiteten, nicht einfach. Auch sie mussten konsequent dranbleiben und die Grenzen immer wieder aufzeigen.

Du hast jetzt über Jahre Muster aufgebaut, die nicht einfach über Nacht verändert werden können. Gib dir Zeit, sei geduldig und schöpfe Mut, dass du es schaffen kannst.

An dieser Stelle passt mein Lieblings-Interview, das ich mit einem Teenager in den USA führen konnte, zur Ermutigung rein.

An der Konferenz war dieser Junge mir schon früh aufgefallen, nicht nur, weil er mit seinen blondierten, längeren Haaren äusserlich etwas aus der Reihe tanzte, sondern ich fand, dass er so etwas Ruhiges und Sympathisches ausstrahlte. Ich wollte ihn unbedingt zu seiner Erziehung befragen.
Endlich kam die Gelegenheit, nachdem er uns schon einige Male entwischt war. :-)
Mein Gefühl war richtig, er hatte etwas zu erzählen, etwas Starkes, etwas Ermutigendes.

Meine Frage war: Wie war es, in einer Childwise Familie gross zu werden?
Etwas schüchtern erzählte er uns, dass er in einem Zuhause aufwuchs, wo viel Chaos und Respektlosigkeit herrschte, und wo jeder für sich lebte. Es gab keine Familienidentität.
Als er 10 Jahre alt war, hat seine Mutter von Childwise gehört und begann, es in der Familie anzuwenden. Er war anfangs sehr skeptisch, da seine Mutter schon Verschiedenstes ausprobiert hatte. Langsam aber sicher, NACH EINEM JAHR dann und viel Dranbleiben von seitens seiner Eltern, hat er realisiert, dass sie als Familie zusammenwuchsen, da war wieder Respekt untereinander, sie unternahmen als Familie Dinge, es war kein Chaos mehr. Es hat sich gelohnt. Er wolle nie mehr zurück.

Dieses Interview berührte mich zutiefst. Das von einem Jungen zu hören, der jetzt 14-Jahre alt ist. Wie reflektiert er darüber sprach und wie ernsthaft er die Veränderung geniesst.

Stemple es nicht als Glück ab, oder als "schön für die, du weisst nicht, wie es bei uns ist", sondern nimm Schritte zur Veränderung.

Was möchtest du für eine Familie?
Welche Ziele und Werte möchtest du in deine Kinder hineinsäen?

Besuch einen Kurs oder nimm Coaching in Anspruch, sei dir aber zuerst sicher, dass du Veränderung möchtest und alles dafür geben würdest.
Wir sind für dich da.

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