::Daddy Blog::


Nachdem ich schon einige Erziehungskurse mit Vätern durchgeführt habe, ist mir immer das Gleiche bei der Lektion "Mandat des Vaters“
aufgefallen: Die Gespräche danach sind immer sehr tief und wirklich stark. Es sind oft dieselben oder ähnliche Geschichten – ein Schatz, den man mit anderen Vätern
teilt.

Wir hatten einen eindrucksvollen Abend mit einer Gruppe als wir realisierten, dass einer (!) von acht eine wirklich grossartige Beziehung zu seinem Vater hatte. Eine Verbindung, die man so beschreiben konnte: Mein Vater ist mein Held.
Ich erinnerte mich an einen Freund, der seine Beziehung mit seinem Vater genauso beschrieb.

Ich war ziemlich beeindruckt, als ich das hörte. Ein Mann, der seinen Vater als seinen Helden beschreibt, bedeutet so viel! Es zeigt eine hohe Art von Respekt.

Zurück zu der besagten Gruppe von Väter.
Keiner hatte eine wirklich schlechte Beziehung zu seinem Vater. Normale Höhen und Tiefen, gute Zeiten gepaart mit enttäuschenden. Einige wünschten sich mehr Interesse seitens ihres Vaters, mehr Verbindung, mehr Liebe. Aber im Allgemeinen hatte keiner der Männer ein gebrochenes Herz, ungelöste Konflikte oder tiefe Wunden. Jeder von ihnen anerkannte das Bemühen seines Vaters und wusste, dass ihr Daddy sein Bestes gegeben hatte und sie eine gute Kindheit genossen hatten.

Ich habe das Eis gebrochen nachdem ich gefragt habe, ob sie es anders machen würden.
Würden sie gerne ein anderer Vater für ihre Kinder sein?
Ich erzählte ihnen von meinem Freund, der von seinem Vater sagt, dass er sein Held sei und dass "nur" einer von der Gruppe das gleiche von seinem Vater sagt.

Die Väter realisieren dann üblicherweise, dass sie eigentlich ihren Vater gerne Held nennen würden. Oder diese tiefe Beziehung mit ihm gerne hätten.
Wie möchten sie, dass ihre Kinder mal über sie reden?
Möchten sie einfach nur gute Väter sein, oder das Beste anstreben?

Viele können sagen, dass sie eigentlich eine gute Kindheit genossen haben – gelitten haben sie ja nicht. Ist doch ok ...
Wenn man jedoch hört, wie es sein könnte, wie andere, die schon selber Väter geworden sind, immer wieder bei wichtigen Entscheidungen ihren Vater um seine Meinung fragen, weil die Beziehung so stark ist, dann merkt man, es gibt diesen feinen Unterschied.

Was für ein Vater möchtest du werden?
Ist dir bewusst, dass du heute Entscheidungen triffst, welche die Beziehung zu deinem Kind prägen werden?
Interessierst du dich für die Welt des Kindes?
Verbalisierst du deine Liebe zu ihm?
Hörst du aufmerksam zu?
Nimmst du teil an SEINEN Hobbies?
.....

Es gibt gut, besser und das Beste. Lass und das Beste anstreben.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

:: Eigentum anderer respektieren::

:: Ämtli II ::

::Elterliche Autorität::