::Alle tun es!::


Eine Frage von Eltern taucht in letzter Zeit immer wieder auf: "Kann ich überhaupt Einfluss über den TV-Konsum, das Gameverhalten oder den Natelgebrauch meines Kindes haben?
Die Kinder heutzutage haben ja sowieso schon alle ein Smartphone und machen was sie wollen!"

Hast du schon aufgegeben? Glaubst du gar nicht mehr daran, dass du gegen das ständige Stürmen deiner Kinder ankommst?

Meine Antwort darauf: Sicher kannst du als Mama/Papa auf diese Dinge Einfluss nehmen!
Mir ist natürlich bewusst, dass schon viele kleine Kinder einen Fernseher im Zimmer haben - mein Sohn erzählt mir immer mit leuchtenden Augen von diesen "speziellen" Kindern, die so "beschenkt" sind :-).

Ich bin immer wieder überrascht, dass meine Kinder, wenn sie zu anderen nach Hause zum Spielen eingeladen werden und ich sie dann frage, was sie gespielt haben, dann antworten: "Wir haben einen Film geschaut und ein bisschen gegamed!"

Die Anweisung an meinen Nachwuchs lautet also vermehrt: „Ladet eure Freunde zu UNS nach Hause ein!" :-)

Nun, der Einfluss fängt schon früh an. Wenn du die Bildschirme bereits als Babysitter für deine Kleinkinder eingesetzt hast, dann wird es schwierig, sie später als Teenager in Sachen Smartphones, Computer und Co. einzuschränken. Trainiere deshalb schon früh, nein zu sagen. Viele Eltern haben das Gefühl, dass wenn die Kinder immer und immer wieder quengeln und weinen, sie ja nachgeben müssen.
WARUM?
Überlege, was dir wichtig ist und welche Werte du in der Familie vertrittst. Es wird immer so sein, dass "die Anderen" es anders machen. Wenn ihr aber überzeugt von euren Familienzielen seid, dann werdet ihr auch dranbleiben.

Mit deinen älteren Kindern kannst du dich zusammensetzen und darüber sprechen, warum du nicht möchtest, dass sie den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen. Es gibt ja bereits negative Statistiken darüber.

Genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, ist es jedoch sie darüber aufzuklären, was die positiven Aspekte von weniger Medienkonsum sind.
Ihr als Familie wollt lernen zusammen zu sprechen, auszutauschen und Fragen zu beantworten. Und Trainings-Gelegenheiten zu nutzen.
Heutzutage sehnen sich so viele Kinder nach Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit finden sie jedoch nicht in einem Gerät.

Wir wollen in die Familie investieren, in die Zeit, die wir zusammen nutzen können, um uns besser kennenzulernen. Ich möchte keine Sekunde bereuen müssen, nur weil ich den scheinbar einfacheren Weg wählte, um mich nicht mit den Kids abgeben zu müssen.

Ich wünsche mir, dass unsere Kinder eine Unterhaltung haben können, dass sie sich auch mal langweilen, um überlegen zu müssen, was sie tun könnten. Dass sie ihre Fantasie entwickeln.
Mit uns ihre tiefsten Wünsche, Träume und auch Ängste teilen können.

Überlege dir, wieviel Bildschirmzeit für dein Kind pro Woche angemessen ist (ich spreche hier von älteren Kindern, nicht 2- oder 3-Jährigen).

Wenn es damit umgehen kann, kannst du den Trichter öffnen und ihm die Freiheit geben, diese Zeit für die Woche selbst einzuteilen.

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