::Die vier Antworten -1-::


Hast du Probleme, dass dein Kind dir gehorcht?
Musst du alles mindestens dreimal sagen, bis es sich endlich bewegt?
Oder funktioniert es erst, wenn du anfängst zu drohen oder schreien?

Da gibt es einen besseren Weg.

Es gibt vier Antworten von Seiten des Kindes, die den Gehorsam unterstützen.
Eine Art Geheimtipp (oder vier Geheimtipps!).

Bestimmt habe ich jetzt deine Aufmerksamkeit! Denn wer will schon ungehorsamen Nachwuchs?

Das sind die vier Antworten:

1. die sofortige Antwort
2. die komplette Antwort
3. die andauernde Antwort
4. die Antwort mit der richtigen Herzenshaltung

Beginnen wir mal mit Punkt 1, der sofortigen Antwort oder – wie bei childwise.ch genannt: „Beim ersten Mal gehorchen“. 
Wenn du ein 18 – 36 monatiges Kind hast, ist deine erste Priorität, an einer sofortigen Antwort zu arbeiten.
Wenn dein Kleines sich auf eine belebte Strasse zu bewegt und du „Stop!“ rufst, sollte dein Kind anhalten. 
Wenn es auf den Tisch steht sollte ein  „Steig vom Tisch hinunter!“ genau das bewirken.
Wenn es ein Messer nimmt und du sagst „Gib es Mama“, muss das Kind wissen: Du meinst JETZT!

Eigentlich ganz eifach. Theoretisch … Du hättest mir hier sofort zugestimmt, als du noch keine Kinder hattest. 
Jetzt wo du Kinder hast, sieht die Sache plötzlich anders aus. 

Warum? Weil die Praxis doch sehr anstrengend ist.
Das Kind wird sich jedoch immer deiner Bestimmtheit anpassen. 
Wenn du eine Anweisung immer dreimal sagen möchtest, wirst du die Antwort auch erst bei der dritten Aufforderung (im besten Fall!) bekommen.
Oder erst wenn du hochrot anläufst und anfängst zu schreien. In diesem Fall hat aber dein Kind mehr Angst vor Dir, als dass es dir folgen möchte.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass wenn ich daran arbeite, eine sofortige Antwort zu bekommen, meine Kinder sich anpassen. Sobald ich jedoch nachlasse, verliere ich auch schneller die Geduld, weil ich mich vermehrt wiederhole.

Auch altbewährte Childwisler müssen auf der Hut sein. Vielleicht waren sie mit dem ersten und evt. noch zweiten Kind drangeblieben, mit dem dritten, vierten oder auch fünften haben sie aber nachgelassen.

Eine kleine Erinnerung also, dranzubleiben. Es lohnt sich wirklich.

Warum aber diese Dringlichkeit?
Wenn der Nachwuchs daheim nicht auf Mama oder Papa hört, wird er genauso wenig auf ihr "Stopp!" hören, wenn er draussen auf die befahrene Strasse zurennt.
Worte sind wichtig. Ein Nein sollte nein bedeuten! Nur so lernt es dein Kind am Einfachsten. Oft machen wir Eltern es den Kindern schwieriger, weil unsere Worte nicht das sagen, was sie sollten. Das verwirrt ein Kind unnötig. 

Deshalb: Sage was du meinst, und meine was du sagst!

Im nächsten Eintrag sprechen wir über die komplette Antwort.

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