:: Eifersucht unter Geschwister::


Eifersucht kommt in den besten Familien vor.

Das sollte jedoch keine Ausrede sein, sie einfach so hinzunehmen und über das eigene Kind zu sagen: "Es ist halt eifersüchtig."

Ich kenne einige Eltern, die mit Eifersucht der Kinder zu kämpfen haben. Es ist schwierig, wenn ein Kind immer das Gefühl hat, übervorteilt zu werden. 

"Mama, sie bekommt IMMER das grössere Stück Kuchen!" 
"Er darf IMMER mit." 
"Papa, IMMER darf er länger spielen!" 
"Sie muss NIE aufräumen, IMMER nur ich!" 
..... 

Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden und du hast bestimmt auch noch deine "Lieblingssätze", die du täglich hörst. 

Lustig ist, dass die Kinder in vielen Sätzen IMMER verwenden. Es ist IMMER so! 
Was natürlich gar nicht der Wahrheit entspricht.
In unserer Familie haben wir den Kindern früh gesagt, dass das IMMER in diesem Fall ein Tabu-Wort ist. 

Erstens, weil es einfach nicht stimmt und zweitens, weil es dem Kind in seinem Gefühl, übervorteilt zu werden, überhaupt nicht hilft. 

3. Ersetze anstatt zu unterdrücken
Oft wollen wir, in diesem Fall die Eifersucht, unterdrücken: "Sei doch nicht eifersüchtig, das nächste Mal bist du dran." Oder "Hör auf, immer (und schon benutzen wir dasselbe Wort :-) eifersüchtig zu sein!"

Ersetze es mit der Tugend. Die Tugend zur Eifersucht ist die Zufriedenheit/Dankbarkeit.
Lehre deinen Nachwuchs, zufrieden zu sein. Wie kannst du das ganz praktisch machen?
Natürlich dann, wenn dein Kind wieder einmal mit einem dieser Sätze zu dir kommt. ABER, du darfst es nicht dabei belassen!

Mache das Kind regelmässig darauf aufmerksam, für welche Dinge es dankbar und zufrieden sein kann. Einfach im Alltag, wenn es keinen Konflikt gibt. 

Wie dankbar es sein kann für all die Spielsachen, die es hat! 
In den Momenten, wo die Geschwister gut zusammen spielen, zu sagen: "Seht ihr, ihr könnt dankbar sein, einander zu haben." 
.... 

Eltern versuchen die ganze Zeit die Eifersucht, die Wut, die Agression zu unterdrücken, aber ersetzen es nicht mit Zufriedenheit, Sanftheit, Selbstkontrolle, Freude, etc.
Die Kinder wissen oft, was sie NICHT tun sollen – das haben wir ihnen ja genug gesagt.

Aber WAS sollen sie stattdessen tun?

Lehre sie! 

4. Vergiss nicht, deine eigene Haltung zu überprüfen
Bist du ein eifersüchtiger Mensch? Hören die Kinder dieselben Sätze von dir, vielleicht, weil die Nachbarn ein noch grösseres Haus bauen, oder die Freundin schönere Kleider hat oder besser erzogene Kinder?

Wir erziehen durch unser Vorbild. Arbeite selbst auch an deiner Zufriedenheit!

5. Frage dich: Ziehe ich wirklich ein Kind dem anderen vor? 
Wichtig ist es, sich auch diese Frage zu stellen. Vielleicht heisst die Antwort nein, jedoch kann es sein, dass du die
Liebessprache des einen Kindes einfach besser sprichst als die andere. 

Lies unseren Blog nochmals darüber durch und beginne damit die Liebessprache zu sprechen.

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