::Auf die Zukunft vorbereiten::

Die Zeit geht tatsächlich schnell vorbei. Es ist fast so, als ob ich einmal geblinzelt hätte und meine Kinder schon 8, 6 und 4 Jahre alt sind. Wo ist die Zeit geblieben?
Natürlich kenn auch ich die Tage an denen ich denke, dass die Uhr stillsteht, aber mir ist auch bewusst, dass die nächsten Jahre meiner Kinder noch schneller vorbei gehen werden. Irgendwie scheint es mir, dass die Zeit noch schneller vorbei geht, sobald sie in den Kindergarten kommen. Nochmals neun Jahre und mein Sohn ist schon 18 Jahre alt! Wow, das ist unglaublich. Ich möchte schon fast nicht mehr blinzeln :-) 
Was möchte ich meinen Kindern auf den Weg geben?
Was möchtest du deinen Kindern lehren?
Zusätzlich zu allem anderen möchte ich sie für einen eigenen Haushalt vorbereiten. Mir ist es wichtig, dass sie auch ohne meine Hilfe später selbstbewusst und verantwortungsvoll in eine eigene Wohnung ziehen können. Dies beinhaltet auch Kochen, Putzen, Bügeln, ein Budget einhalten, etc.
Wie kannst du diese Dinge deinem Nachwuchs ganz praktisch weitervermitteln?
Beziehe deine Kinder in den Alltag mit ein. Lass sie Ämtli erledigen und lobe sie danach ausgiebig. Übergib ihnen Verantwortung. Kinder lieben es, Verantwortung zu übernehmen. Es signalisiert, dass wir ihnen vertrauen.
Nachdem deine Tochter dir schon einige Male beim Quiche machen zugesehen und dir mit einigen Handgriffen geholfen hat, kannst du beispielsweise ihr mal die Aufgabe mit dem Rezept überlassen (natürlich vollkommen ungeeingnet für eine 2-Jährige, man muss das Alter berücksichtigen und selbstverständlich genug Zeit investiert haben, sie anzuleiten).
Natürlicherweise ist es so, dass wenn für dich Hausarbeiten eine Plage sind, deine Kinder dies genauso empfinden werden. Versuche eine gute Haltung zu bewahren. Auch hier gilt der Grundsatz: "Was du vorlebst spricht lauter als deine Worte".
Meine älteren Kinder legen alle Kleider nach dem Waschen zusammen. Wenn sie mich jedoch zuvor immer griesgrämig bei dieser Arbeit beobachtet hätten, hätten sie den Spass daran verloren. 
Leite und instruiere die Kids. Zeig ihnen, wie man es richtig macht, lass sie aber selbst probieren. Und erlaube ihnen, es auch mal anders zu machen. Wir denken oft, dass unser Weg der Beste ist. Wenn sie aber mit ihrer Variante zum Ziel kommen, dann lass sie gewähren. Ansonsten verlieren sie die Freude daran, wenn sie dauernd belehrt werden.
Erlaube Fehler.
Wir versuchen, unsere Kinder von Fehlern zu bewahren. Lass mal zu, dass deiner Tochter der Kuchen anbrennt, weil sie vergessen hat den Timer zu stellen. Wenn wir sie immer an alles erinnern, wird sie es nie lernen. Erlaube deinen Kindern, von ihren Fehlern zu lernen. Gib ihnen die Äffchen ab (mehr zu diesem Thema in Lektion 1, Buch Childwis). Was ist das Schlimmste, das in oben genanntem Beispiel passieren könnte? Ein angebrannter Kuchen! Schabt das Verbrannte ab, lacht darüber und das nächste Mal wird sie den Timer ganz sicher nicht vergessen.
Traue deinen Kindern was zu und lass los. 
Meine Kinder lieben es zu kochen. In den Ferien frage ich sie immer, was sie gerne tun möchten, und immer kommt das Kochen oder Backen wie aus der Pistole geschossen. Ich bin so stolz auf meine Kinder – sie machen es so toll und ich freue  mich auf den Tag, wenn sie mir ein selbstgemachtes Essen servieren. Welch eine Freude für die Eltern UND die Kinder.

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