::Wie gehen wir mit Konflikten um?::


Konflikte kommen in den besten Familien vor, seien wir mal ehrlich.Niemand ist davor gefeit.

Bei Einigen geht es temperamentvoller und lauter vor sich, während Andere das stille Zurückziehen und Ignorieren bevorzugen.

Ich überlasse es dir, dich in die entsprechende Kategorie einzuteilen.

Leider können in hitzigen Diskussionen immer wieder Gefühle verletzt werden. Sei es von Seiten der Eltern, weil sie etwas missverstanden haben, sich einmischen und dann den Falschen beschuldigen oder von Seiten der Kinder, die sich ungerecht behandelt fühlen und dies lautstark zum Ausdruck bringen.

Es ist Aufgabe der Eltern, wieder anzuknüpfen und nachzufragen. Dies sendet eine Nachricht der Sicherheit an die Kinder. Sie wissen, dass sie geliebt sind, auch wenn sie es mal vermasselt haben. Sie wissen, dass was auch immer passiert, ihre Eltern hinter ihnen stehen. Zur selben Zeit gibt es euch die Gelegenheit nachzuhaken und zu besprechen, was man hätte besser machen können und kann die Situation als eine Art Lernmöglichkeit nutzen. Genauso wie es wichtig ist, in Nicht-Konfliktsituationen mit den Kindern an Dingen dranzubleiben, ist es auch wichtig, nach einem Konflikt das Gespräch zu
suchen. Nachdem die Gemüter sich beruhigt haben, soll man in Ruhe über alles sprechen.

Wir als Eltern müssen dranbleiben. Egal ob du im Unrecht oder Recht warst, mache den ersten Schritt auf dein Kind zu. In dem du dies tust, löst du nicht nur das Problem, sondern setzt ein Beispiel wie man mit Konflikten umgehen kann, wie man Fehler zugeben kann (das können wir Erwachsenen manchmal auch sehr schlecht), um Verzeihung zu bitten usw...So kannst du durch dein Vorbild deine Kinder lehren, und
diese Art des Lernens haftet viel stärker an ihnen als all die verbalen Belehrungen, die wir von uns geben.

Was können wir ganz praktisch tun, um die Verletzungen, die nach einem Konflikt entstanden sind, zu heilen?

1. Lerne Sätze bilden, die sensibel sind – ob du nun recht hattest oder nicht. Oftmals macht der Ton die Musik. "Es war falsch, wie ich das Problem angegangen bin, aber wir müssen wirklich darüber sprechen. Es ist mir sehr wichtig und es tut mir leid, dass ich so laut wurde, können wir unsere Diskussion weiterführen?" "Ich habe einige verletzende Äusserungen gemacht, bitte vergib mir, es war falsch von mir, ich möchte gern an unserem Gespräch anknüpfen."

2. Bringe bewusst den Aspekt der Vergebung und Wiedergutmachung rein. Deine Kinder werden dich wirklich respektieren, wenn du mal einen Fehler  zugeben kannst. Es kann sein, dass die Kinder etwas Falsches gemacht haben, oder ungezogen waren, jedoch kann es auch sein, dass du danach falsch reagiert hast.

Ich musste mich so viele Male bei meinen Kindern entschuldigen, weil ich nach ihrem Ungehorsam sie unangemessen darauf hingewiesen habe.
Mal war ich zu laut, zu forsch, zu ungeduldig ... die Liste kann weitergeführt werden. Kinder wissen ganz genau, wenn sie ungerecht behandelt werden. Ich brauche genauso die Wiedergutmachung meiner Kinder! Nicht nur unsere Kinder müssen sich bei uns entschuldigen – so viele Male sind es wir, die diese Vergebung von ihnen benötigen.
Meine Kinder sind jedoch immer sehr schnell, diese auszusprechen und sind nie nachtragend, da sind sie mir ein enormes Vorbild und ein Beispiel der Wiedergutmachung.

Indem du selber Fehler zugibst, nimmst du den Druck deiner Kinder weg, perfekte kleine Persönchen sein zu müssen.

Oft haben wir den Anspruch, dass sie es doch jetzt besser wissen sollten! Und
wieviele Male ertappen wir uns mit demselben Fehler?! Wir werden zu laut, sind zu
ungeduldig, so belehrend, ungerecht ...

Schaffe eine Atmosphäre der konstruktiven Konfliktbewältigungen.
Lehre deine Kinder, wie man dies ganz praktisch tun kann.
Und wenn das wie bei mir eine Herausforderung für dich ist, dann kannst du selber eine gehörige Portion für dich selber dazulernen.

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