::Burnout bei Kindern?::



Aus verschiedensten Quellen habe ich von diesem neuen Phänomen gehört.
Alarmierend!

Können Kinder wirklich schon ausgebrannt sein? Wenn ja, wie kann es dazu kommen und was können wir dagegen tun?

Dann erinnere ich mich zurück, als der Trend anfing, als meine Kinder noch klein waren, die Sprachen früher zu fördern. Plötzlich schossen private englischsprechende Krippe aus dem Boden. 
Oder warum es nicht mit chinesisch versuchen? Die Kleinen lernen es doch so schnell, und wird chinesisch nicht die Sprache der Zukunft? So kann ich meinem Kind Erfolg verschaffen.
Ich erinnere mich an solche Spielplatz-Gespräche unter Müttern.

Ich muss mich auch nur bei den Gespändlis meiner Kinder umsehen, da stehen Schwimmkurs, Nachhilfeunterricht, Musik, Sportverein etc. neben dem Stundenplan der Schule auf dem Programm. Oft fällt man auf, wenn man diesen Trend nicht mitverfolgt. Die fragenden Blicke der Müttern, die nicht verstehen, warum ich nicht "das Beste" für meine Kinder will und ihnen dies nicht durch Kurse ermögliche.

In den verschiedenen Artikeln zum Thema Burnout bei Kindern las ich, dass Eltern glauben ihre Kinder auf diese schnelllebige Welt und den erhöhten Leistungsdruck vorbereiten zu müssen. Ein Wochenpensum von 50-60 Stunden ist schon keine Seltenheit mehr beim Nachwuchs. Mehr als jedes dritte Kind im Alter von sechs bis zwölf Jahren beschwert sich, dass das Spielen wegen anderer Aufgaben zu kurz kommt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts iconkids & youth. 
Je älter das Kind desto voller der Terminkalender.

Kinder wissen genau, was uns Freude bereitet, sie spüren unsere Erwartungen und wollen uns gefallen. Sie werden die Hobbys weiterführen.
Sie zeigen oft nicht direkt, wenn ihnen etwas zu viel wird. Sie reagieren mit Symptomen wie Kopf- und Bauchschmerzen oder ziehen sich zurück. Andere können hyperaktiv oder aggressiv werden.

Kinder brauchen Freiraum. Neben dem ganzen Schulprogramm auch mal einfach frei zu spielen, rennen, träumen, die Seele daheim baumeln lassen, Gespräche mit Mama und Papa führen. Spass haben.
Erinnerst du dich an diese wunderbaren Erfahrungen, wo der Druck noch nicht so hoch war und du nach der Schule einfach an den See gehen konntest oder ein Buch lesen, oder ...? 
Wie oft träumte ich von der Zukunft.

Lasst unsere Kinder einfach nur Kinder sein. Ihnen sollte dieses Privileg nicht verwehrt werden. Es ist so wichtig für ihre Entwicklung zu wissen, dass sie nicht immer etwas leisten müssen.

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