:: Das negative Kind ::


Hast du ein Kind, das pessimistisch ist und alles durch die schwarze Brille sieht? Bei dem das Glas meist halb leer ist?

Du sagst: " Es gibt Pizza heute!" Und es meint: "Nein, ich wollte viel lieber Spaghetti."
Du sagst: " Wir gehen heute zur Nachbarin." Und es meint: "Oh nein, ich wollte zu Hause bleiben."
Du sagst: "Wir spielen heute Memory:" Und es meint: " Das ist so langweilig, ich möchte lieber UNO spielen."
Du sagst: "Heute bleiben wir zu Hause." Und es meint: "Nein, ich wollte umbedingt zur Nachbarin."

Ich glaube du hast verstanden?
Hast du ein solches Kind?
Wie erzieht man ein negatives Kind?

Diese Kinder haben eine Art negative Grundhaltung und es ist ein Verhaltensmuster, das sie öfters unzufrieden als zufrieden sind.
Wie auch bei anderen Dingen wollen wir hier den positiven Wert hervorheben.
Dieser wäre zweifelsohne positiv sein, Zufriedenheit und Dankbarkeit.


Für solche Kinder ist es schwierig, die Situation anders zu betrachten. Da hilfst es nicht, sie ständig daran zu erinnern, dass sie nicht immer so negativ reden sollen. Sie können es nicht anders!

Bei uns zu Hause sah das so aus: Unser Ältester hatte - mehr als mir lieb war - die schwarze Brille auf.
Immer hiess es: "Ach nein, warum denn?" Oder "Das möchte ich nicht, ich möchte nicht dorthin...." etc.

Ich erinnerte ihn immer wieder daran, sich auf das Positive zu konzentrieren und fragte ihn: "Zähle mir doch einige Dinge auf, für die du dankbar sein kannst."
Anfangs recht missmutig und uninteressiert suchte und suchte er. Es schien als ob er nichts Positives finden würde, dann langsam besserte es.

Ich versuchte jedes Mal, seine Sichtweise zu ändern und zufrieden und dankbar zu sein und dies zu einer neuen Gewohnheit zu machen.

Er hat sich so gebessert! Anfangs durfte er einige Male 3-5 positive Sachen aufzählen, wenn er über eine Sache negativ dache, und heute sehe ich, dass sich seine Haltung geändert hat und er nicht nur negativ denkt. Er hat eine neue Perspektive bekommen und ich sehe, wie er sich dadurch geändert hat.

Wir wissen doch alle, wie anstrengend negative Erwachsene sind. Sie haben wenig Freunde, weil sie so negativ sind und die Freunde, die sich haben, müssen sich immer nach ihnen richten.

Arbeite mit deinem Kind an dem positiven Wert.
Sage ihm nicht immer, was es NICHT tun soll, sondern betone, was es stattdessen tun SOLL.

Es veränderte die Atmosphäre in unserem Haus und mein kleiner grosser Junge hat sein Glas auf halbvoll aufgefüllt. Manchmal drücken die schwarzen Brillengläser noch durch, aber das ist jetzt recht selten.

Es lohnt sich!

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