::Ein Spielzeug aufs Mal::



Du gehst in das Zimmer deines Kindes und triffst ein heilloses Durcheinander an.
Es verschlägt dir die Sprache. Das einzige was du noch rausbringst ist: „Räume sofort alles auf!“
Dein Kind schaut sich um und weiss selbst nicht wo es beginnen soll!

Bestimmt kennt jeder Papi und jedes Mami dieses Szenario.
Was kann man tun?
Am besten Vorbeugen.

Lehre deinem Kind früh das Konzept von „ein Spielzeug aufs Mal“.
Du kannst – sobald dein Kind von der strukturierten Laufgitterzeit zur Zimmerstunde übergeht – konkret daran arbeiten.
Vorher kannst du das Kleine, wann immer es während der freien Spielzeit etwas rausnehmen will, darauf aufmerksam machen, dass es zuerst das letzte Spielzeug versorgen soll.

Bleibe dran, es lohnt sich!

Ich habe früh mit meinen Kindern daran gearbeitet. Auch ich war erstmals ein wenig skeptisch. Wird das wirklich klappen?
Wir blieben dran und sahen bald wie unser Ältester und danach die Zweitgeborene wie selbstverständlich zuerst das Spielzeug versorgten, bevor sie etwas anderes rausnehmen wollten. Und nun sind wir mit der Jüngsten dran ...

Auch hier gilt: Wenn du dahinter stehst, wird sich dein Kind dem anpassen!
Wenn du unsicher oder nicht konstant dranbleibst wird es schwierig, dein Kind zu überzeugen.

Du musst nicht laut oder vorwurfsvoll werden oder mit erhobenem Zeigefinger kontrollieren gehen.
Sprich dein Kind mit seinem Namen an. Erinnere es nochmals daran (das wirst du in der Anfangszeit oft tun), lass es deine Anweisung mit einem "Ja Mama/Ja Papa" wiederholen.

Es ist erneut ein „Geheimtipp“, den du gebrauchen kannst.
Es kann sein, das du selber kein ordentlicher Typ bist und dir diese Unordnung nichts ausmacht.
In diesem Fall brauchst du diesen Tipp vielleicht nicht.

Aus Erfahrung ist das „Ein Spielzeug aufs Mal“ jedoch auch eine Hilfe für die Kinder. Kinder sind oftmals selbst überfordert, wenn ihr ganzes Zimmer voller Spielzeug ist, das sie aufräumen müssen. Wo sollen sie bloss anfangen?

Deswegen ist es wichtig, deinem Kind spezifisch zu sagen, was es aufräumen soll . Es nützt nichts, ins Zimmer zu gehen und zu sagen: „Räum dein Zimmer auf.” Diese Instruktion ist zu umfassend für deinen Nachwuchs.

Besser ist: “Räume den Lastwagen weg, die Klötze und das Auto.” Natürlich gilt diese Art der Anweisung nicht mehr für einen Teenager. ;-)
Wenn dir dieser Gedanke „ Ein Spielzeug aufs Mal" gefällt – übernimm dieses Prinzip!
Es hat in unser Haus viel Ruhe gebracht.

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