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Vertrauen -2-

Warum sollte mein Kind mir als Vater vertrauen?

Es ist eine lange Reise, bis man als Mann des Vertrauens bekannt ist.
Vielleicht braucht es weniger Zeit, das Vertrauen der Mitarbeiter im Geschäft
zu erhalten als das der eigenen Familie.

In beiden Welten kann ein Vertrauensmissbrauch dem Ruf, Beziehungen oder dem "Geschäft" schaden.

Menschen suchen im Nachhinein oft nach Entschuldigungen, warum sie sich so verhalten haben. Oder kategorisieren Vertrauen anders.
Wie die "weissen Lügen", die theoretisch ja niemandem schaden sollten.

Unsere Kinder kommen mit einem unerschütterlichen und unschuldigen Vertrauen auf diese Welt.
Es scheint so, als ob sie schnell wieder mit uns eine enge Verbindung herstellen, auch wenn wir uns nicht vertrauenswürdig verhalten haben. Manchmal denke ich dann, dass damit alles entschuldigt ist und keine Konsequenzen daraus resultieren.

Unschuldiges Vertrauen, dass langsam eine Metamorphose erlebt.
Von "einem Tag auf den anderen" sagt mein Sohn: "Du hast nie Zeit, am Samstagmorgen mit mir zu spielen." Ich arbeite oft im Garten. Basierend auf diese frühe Erfahrung realisierte er, dass er mir nicht vertrauen kann, dass ich am Samstagmorgen mir Zeit für ihn nehme.
Ich sage zwar jedes Mal, dass wir nicht NUR im Garten arbeiten werden, aber ehrlich gesagt fällt es mir schwer, mir Zeit zu nehmen, um mit meinen Kindern zu spielen, wenn die Gartenarbeit noch nicht gemacht wurde.
Die Aussage kam wie ein Schlag ins Gesicht. Zum ersten Mal wurden negative Gefühle von meinem Sohn gegen mich gerichtet.
Er lernte durch Enttäuschungen und es schien schwer, das Verlorene wieder aufzubauen.

Das hier ist nur ein Beispiel einer Person im Leben eines Kindes.
Durch die Anzahl seiner Enttäuschungen wird mein Kind Beziehungen durch eine Wolke von Misstrauen und Zweifel sehen.

Ich kann nicht seine Beziehungen mit Klassenkameraden beeinflussen, kann jedoch die Messlatte hochstecken, damit mein Kind mich nicht in Frage stellen muss und mir ohne Zweifel Vertrauen kann.
Dass wir zusammen unsere Beziehung durch Vertrauen und klare Zuversicht aufbauen können.

Es ist mehr als nur vertrauenswürdig zu sein. Auf die Dauer verbinden wir unsere Seelen mit denen unserer Kinder.
Wir Väter werden zum Massstab.

Natürlich ist das bedingungslose Vertrauen der Kinder in ihre Eltern wichtig.
Aber die Qualität und Quantität an Vertrauen, welche die Kinder in uns Väter setzen, ist ein legitimer Massstab unserer Beziehung zu unseren Kindern.

Vertrauen ist nicht eine menschliche Emotion sondern ein Gefühl, und deshalb ist es möglich, dass wir Väter dieses Vertrauen fördern, um vertrauenswürdige Personen im Leben unserer Kinder zu werden.

Wie können wir dieses Vertrauen ganz praktisch fördern:
- Familienidentität schaffen
- Mach Deine fortwährende Liebe zu Deiner Ehefrau für die Kinder sichtbar
- Respektiere die Privatsphäre Deines Kindes
- Gib Deinem Kind die Freiheit zu versagen
- Ermutige Dein Kind
- Achte auf Deine Worte und den Ton, wie Du mit dem Kind sprichst
- Umarme Dein Kind regelmässig

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