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Die Schweizer Wirtschaft folgt bezüglich den Wirtschaftssektoren dem klassischen Ersten-Welt-Modell.
Die Minderheit der Arbeitnehmer ist im primären Sektor tätig (3.8 % der Bevölkerung im Jahre 2006), während etwas mehr Menschen im sekundären Produktion-/Herstellungssektor arbeiten (23 % in 2006). Die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung ist im tertiären Sektor, dem so genannten Dienstsektor, tätig (73.2 % in 2006).
In den neuzeitlich entwickelten Ländern oder in jedem europäischen Land im frühen Mittelalter sah es noch so aus:
Primärer Sektor: 60 %
Sekundärer Sektor: 20 %
Tertiärer Sektor: 10 %
Aus diesen Fakten stelle ich mir vor, wie es im Mittelalter so zu und her ging.
Ich male mir aus, dass ich ein Bauer bin. Ich würde mit meinen Kindern am Tage hart arbeiten. Und alle Mahlzeiten mit ihnen einnehme. Abends würden wir zusammensitzen und uns Geschichten um den Kamin herum erzählen. So zu leben würde mich automatisch zum besseren Vater machen. Ich würde mehr Zeit in meine Kinder investieren, weil wir grundsätzlich nicht so viel durch TV, Internet, Einkäufe etc. abgelenkt wären. Der Liste der Möglichkeiten sind heute keine Grenzen mehr gesetzt.
Sport und Hobbys würden meinen Fokus von meinen Kindern entfernen.
Tatsächlich bin ich nicht sicher, ob ich mehr Qualitätszeit mit meinen Kinder verbracht hätte.
Aus naheliegenden Gründen bin ich froh, nicht im Mittelalter gelebt zu haben. Und ich glaube, dass damals wie auch heute der Egoismus der grösste Beziehungskiller war.
Wir Männer lieben diese Hollywood Filme, in denen am Ende der nicht so coole Vater, der irgendwie nie Zeit für seine Familie hatte, dann plötzlich nach einem heldenhaften Abenteuer wieder mit seiner Frau und den Kindern zusammenkommt. Happy End?!
Wir alle erinnern uns zurück, wie wir uns spezielle Momente mit unseren Vätern gewünscht haben.
Bindende Erlebnisse, die uns stark beeinflusst haben.
Einige von uns haben keine Geschichten zu erzählen, einige haben viele.
Darum, egal wie stark oder weniger stark die Beziehung zu Deinem Vater war – sie ist etwas, was jedes Kind sucht und sich zutiefst wünscht!
Wenn ich mich zurückerinnere, bedarf es nicht vieles. Ich sehe einfach meinen Vater, der sich für mich interessiert hat, für meine Welt, und sich Zeit dafür genommen hat. Dann steht die Zeit still. Dies kreiert diese unbezahlbaren und unvergesslichen Momente für ein Kind.
Welcher Papa willst Du sein?
Einer, dem die Karriere am wichtigsten erscheint und dann später im Leben traurig erkennen muss, dass er seine Prioritäten falsch gesetzt hat? Diese verlorene Zeit kommt nie mehr zurück.
Lernen wir doch von den älteren Menschen, die uns dauernd sagen, dass es sich niemals lohnt, seine Familie für irgendeine Sache zu opfern.
Ich möchte  tagtäglich lernen, mir Zeit für meine Kinder zu nehmen und diese so zu gestalten, dass wir lebenslange Erinnerungen schaffen können – als stände die Zeit für uns still!


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