::Können Babys schlafen lernen? ::


Ja, sie können es!
Diese praktischen Tipps sind besonders für Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern gedacht.

Vermeide Übermüdung
Achte auf die Wach- und Schlafphasen Deines Babys und schreibe Dir alles genau auf. Das hilft Dir, den Rhythmus beizubehalten. Neugeborene sind meist nur kurz wach. Sie werden gefüttert und ihre Windeln werden gewechselt, und dann gehen sie wieder schlafen. Wenn Du Dein Neugeborenes zu lange wach hältst, wird es Schwierigkeiten haben, einzuschlafen. Es wird mühsam für Dich und Dein Baby.
Finde die optimale Wachzeit für Dein Kind und halte Dich daran.


Aufgepasst: Diese kann sich mit der Zeit ändern. Du musst Dich also mit ihr ändern, sonst hast Du erneut Probleme.

ACHTUNG: Auch Unterstimulation kann dazu führen, dass das Kind nicht müde
genug ist zu schlafen. Die Kunst ist, dies herauszufinden! Ich weiss, das ist einfacher gesagt als getan. Aber das schaffst Du!

Baby einwickeln (to swaddle)
Ich habe schon oft gehört, dass das Einwickeln einem Baby hilft zu schlafen.
Viele Mütter bestätigen das. Neugeborene, die so eingewickelt werden, schlafen meist auch länger. Du kannst Dir die spezielle Decke dafür kaufen, jedoch funktioniert auch eine normale. Die Art und Weise wie man das tun kann, kannst Du im Internet nachschauen.

Hilf Deinem Baby, Tag und Nacht zu unterscheiden
Es gibt Eltern die sagen, dass man da gar nichts tun kann! Wenn Dein Baby Tag und Nacht verwechselt hat, dann Pech für Dich...
Zum Glück stimmt das nicht! Du kannst etwas dagegen tun und deinem Baby den Unterschied lernen. 
Bleibe tagsüber konstant im Rhythmus mit Trink-/Wach-/Schlafphase. Nachts kannst Du Dein Kleines nach dem Trinken wickeln und dann solltest Du es sofort wieder ins Bett legen, ohne Wachphase.
Tagsüber kannst du das Zimmer heller halten und abends (so ab 19.00 Uhr) ein spezielles Abendritual einführen, damit Dein Kind weiss, dass es jetzt Nacht wird. Bleib dran und Du wirst schon bald Erfolge feiern. Schreibe Dir auch hier alles auf und führe eine Art Tagebuch.

Vermeide Überstimulation
Neugeborene werden schnell überstimuliert. Achte darauf, sonst wird Dein Kleines es
schwer haben, einzuschlafen. 
Ältere Kinder werden auch überstimuliert, also schalte den TV frühzeitig aus und tolle auch nicht kurz vor dem zu Bett gehen mit ihnen herum.

Vermeide Einschlafhilfen
Populäre Einschlafhilfen sind: Das Kind dauernd in den Schlaf wiegen oder in
den Schlaf stillen/füttern, neben dem Kind einschlafen, eine Autofahrt unternehmen, etc. 
Denke immer an die Zukunft und überlege Dir, ob Du etwas Deinem Kind angewöhnen möchtest oder nicht. Lohnt es sich? Du wirst es später dann mal wieder abgewöhnen müssen. Einfacher wird es später nicht, da Dein Kind lautstark protestieren wird. Kein Kind wird von selbst darauf verzichten wollen. Diese Hilfen sind oft Ideen der Eltern, um die Situation im Moment zu entschärfen. Auf die Dauer sind sie aber ein Eigentor. 
Investiere jetzt! Du wirst die Früchte davon später noch lange ernten können!
Selbstverständlich gibt es Momente, wo diese Einschlafhilfen einmal gebraucht werden, und das ist auch ok. Es geht darum, ob sich ein Muster entwickelt, und das Baby nicht mehr selbständig einschlafen kann.
Auch hier hilft es, Tagebuch zu führen. Manchmal ist man überrascht, wie oft
man zu diesen Mitteln greift, weil es für den Moment einfacher ist.

Versuche, Dein Kind wach ins Bett zu legen
Während Dein Kind älter wird, wird es einfacher werden, es wach ins Bett zu
legen. Das hilft dem Kind, selber einschlafen zu lernen. Wenn es mal nachts aufwacht, weiss es, wie es selbst wieder einschlafen kann.

Folge einer Routine
Wie wir alle wissen,  blühen Kinder  durch Routine und Beständigkeit auf. Halte eine beständige Morgenwachphase. Folge der EGF Methode und dem Füttern/Wachphase/Schlafphase-Zyklus. Schau, dass Dein Kind eine volle Mahlzeit
bekommt. Versuche zu vermeiden, dass Dein Kind während dem Füttern einschläft. Ich weiss, dass kann sehr schwierig sein! Lass es einfach zu Deinem Ziel werden und setze Dich nicht unter Druck, wenn es mal nicht klappt. Bleib konsequent dran und sei Dir bewusst, dass nichts einfach über Nacht passiert. Alles braucht Zeit.

Beginne ein Abendritual
Gestalte den Abend beruhigend, konstant, vorhersehbar und etwas, auf das
sich Dein Kind  freuen kann. Vermeide Dinge wie TV vor dem Schlafen. Dimmer das Licht, lese ein Buch, singe ein spezielles Lied, gib viele Umarmungen und geniesse diese spezielle Zeit mit Deinem Kind.

Sei konstant
Das kann ich nicht genug erwähnen: Sei konstant, konsequent und beständig.
Gib den Dingen Zeit, damit sie funktionieren können. 
Fange nicht immer gleich etwas Neues an, weil Du nach einem Tag denkst, das es nicht klappt. Gib Dir und Deinem Baby die Zeit.

Kreiere eine gute Schlafumgebung
Achte darauf, dass das Kinderzimmer in der Nacht und den frühen Morgenstunden dunkel
ist. Lege das Kind in einen Schlafsack. Das gibt Dir die Sicherheit, dass Dein Kind warm
hat. Lass Dein Kind in seinem eigenen Bett schlafen.

Fühle Dich in Deiner Routine wohl
Tu nichts, bevor Du davon überzeugt bist. Vor allem wenn es ums
Schlaftraining geht. Wenn Du es ohne Überzeugung tust, wirst Du Dich dabei nicht
wohlfühlen und Du wirst wahrscheinlich nicht dabei bleiben. Spreche mit Deinem Ehepartner darüber. Entscheidet Euch zusammen. Aber vergesse nicht: Nur weil etwas schwierig ist, heisst es nicht, dass es falsch ist.

Auf Veränderungen gefasst sein
Babys durchlaufen Phasen, wachsen und verändern sich. Sei darauf vorbereitet und verändere Dich mit ihnen.

Ausprobieren...
...ist der einzige Weg herauszufinden, was klappt und was nicht. Du wirst es nicht wissen, bevor Du es nicht austestest.

Lerne über Entwicklungsphasen
Wachstumsschübe können das Training schwierig gestalten.
Diese treten meist nach 10 Tagen, 3 Wochen, 6 Wochen, 3 Monaten und 6 Monaten im Leben Deines Babys auf.
In diesen Zeiten geht Dein Kind durch mentale Veränderungen und sieht die Welt in einem neuen Licht. Vielleicht möchte es deshalb plötzlich nicht mehr schlafen, hat früher Hunger, etc.

Relax! Mache Dich nicht verrückt!
Das muss ich allen Müttern und mir selber immer wieder sagen: Relax, sei
nicht zu streng mit Dir und Deinem Baby! Schreibe alles in einem Tagebuch auf, so wirst Du sehen, dass Du schon Erfolge feiern konntest und die schwierigen Zeiten noch nicht so lange andauern. Es werden Rückschläge auf dem Weg passieren. Tausche Dich mit Müttern aus, denen Du vertraust und die Dich ermutigen. Suche Hilfe, wenn Du diese benötigst.
Behalte immer das Ziel vor Augen, nimm kleine Schritte, Du wirst nicht alles über Nacht erreichen, und jedes Kind ist anders. Die Kinder Deiner Freundinnen mögen sich schneller an die Routine gewöhnen. Vergleiche nicht. Du wirst es auch schaffen Habe Geduld. Geniesse Dein Baby.

Es lohnt sich! Als dreifache Mutter kann ich sagen, dass jedes Kind
seine eigene Persönlichkeit mitbringt und jedes anders ist, und doch hat es bei jedem geklappt! Auch mit meiner nun fünfjährigen Erfahrung als Coach und Leiterin von Erziehungskursen kann ich bestätigen, dass es nicht nur bei meinen Kindern, sondern unzähligen anderen klappt. Und das nicht nur in Amerika, sondern auch hier in der Schweiz :-)
Heute bin ich froh, dass ich diese Schlafmuster mit ihnen trainiert habe.
Meine Kinder sind ausgeruht und normalerweise :-) zufriedene Kinder, und ich kann die Früchte noch heute davon ernten.

Viel Spass!


Buchempfehlung: "Schlaf gut mein kleiner Schatz" von Gary Ezzo und Robert Bucknam





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