::Angst::


Nimm die Angst Deiner Kinder immer ernst.
Mit der aufkommenden Fantasie Deines Sprösslings (ab 18-36 Monate) kommt auch die Angst.
Einige Kinder haben eine sehr lebhafte Fantasie, und da sich diese viel früher entwickelt als rationales Denken, übertreibt ein Kind oft.

Ob die Angst rational oder irrational ist, spielt keine Rolle für das Kind ist es real.
Kindern lernen Angst, indem sie ihre Eltern beobachten, wie diese mit verschiedenen Situationen umgehen.

Eltern reagieren zwar nicht immer ängstlich, machen aber Kommentare, die Angst schüren. Ein Beispiel: Es stürmt draussen und der Vater sagt zur Mutter: "Der Sturm wird unser Haus wegfegen!" 
Das Kind versteht den Kommentar genau so wie es ihn hört und bekommt Angst vor dem Sturm.

Du als Vater oder Mutter kannst zudem Deine eigene Angst, sei es vor Spinnen, grossen Hunden oder Kakerlaken, auf das Kind übertragen.
Dein Kind beobachtet, wie Du schreckhaft reagierst und denkt: "Wenn mein grosser Papa Angst davor hat, muss ich es doch auch haben."

Oder wir Eltern projizieren oft zu viel in das Verhalten unseres Kindes.
Wir denken mit unserem erwachsenen Verstand und aufgrund unserer Erfahrungen und
vergessen dabei, dass unser Kind beides noch nicht besitzt.

Ein Beispiel: Ein Dreijähriger erwacht plötzlich in der Nacht und weint. Die Mutter geht in sein Zimmer und fragt ihn, ob er Angst habe: "Hast du Angst vor Geistern? Vor dem Dunkeln?  Oder fürchtest Du Dich vor den Schatten?"
Mit diesen Fragen schürt die Mutter unbewusst bereits Angst. Ihr Kleiner wusste bis anhin gar nicht, was Geister sind, oder dass er Angst vor der Dunkelheit haben sollte, oder dass Schatten etwas Schreckliches repräsentieren.
Falls Dein Kind wirklich Angst vor Geistern hat, überprüfe die Bücher oder Filme, die es schauen darf.
Einige Kinder sind sehr sensibel, und auch wenn ein Film für ihre Altersgruppe gedacht ist, kann er Kindern trotzdem Angst machen.
Was können wir Eltern tun, um keine Angst in unseren Kindern zu wecken? Oder wie können wir ihnen die Angst nehmen?
Eltern könne ein Kind auf potenzielle Angst vorbereiten, indem sie ihm erklären, was es sehen oder erleben wird.
Lass Dein Kind nicht alleine zum Hund gehen. Geh mit ihm mit.

Vorbeugen ist die grösste Hilfe gegen Angst, und eine Umarmung die beste Medizin.

Kinder überwinden normalerweise ihre Furcht, wenn sie sich mit dem Objekt der Angst vertraut machen.

Lach Dein Kind nie aus, wenn es vor etwas Angst hat. Rufe es nicht Angsthase, und sage auch nie: "Du hast gar keine Angst" um die Furcht herunterzuspielen.
Wir verletzen unsere Kinder mit solchen Ausdrücken. Wenn wir ihre Angst nicht ernst nehmen, wird ihr Vertrauen zu uns Eltern bröckeln.

Ein Gedanke noch zum Schluss: Nächtliche Aufwachaktionen oder das Zurückschrecken Deines Kindes muss nicht immer mit Angst zu tun haben!
Frage Dein Kind, was los ist, und lege ihm nicht Deine Worte in seinen Mund.

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