::Perfektionismus::



Bist Du perfektionistisch veranlagt?
Ich bin es zweifelsohne!

Was mir jedoch bewusst wurde – und dies nicht zuletzt durch Gespräche mit Müttern und
Vätern (um ehrlich zu sein betrifft es eher die Mütter :-) – ist, dass Kinder darunter leiden können, besonders die sensiblen.

Als Mütter und Frauen im Allgemeinen sind wir nicht die Art Spezies, die
zufrieden ist. Wir haben immer etwas auszusetzen, nichts ist perfekt!
Dieses oder jenes könnte besser sein, das Haus der Nachbarn ist schöner, die Kollegin hat mehr Style, und ihre Kinder sind besser erzogen, und so weiter.

Wir laden beispielsweise Gäste zum Abendessen ein und zaubern einen wunderbaren Braten auf den Tisch. Nach den Ohs und Ahs fügen wir schnell hinzu, dass er hoffentlich nicht zu angebrannt schmeckt.

Ich habe mir vorgenommen, diese kleinen Missgeschicke des Kochens gar nicht mehr zu entschuldigen oder zu erwähnen!
Für den Gast ist es auch nicht angenehm, wenn die Gastgeberin jeden noch so kleinen Fehler erwähnen muss. Dieser Fehler rückt dann in den Mittelpunkt und – seien wir ehrlich – haben wir dann noch Freude am Essen?
Ein Dankeschön nach dem Kompliment reicht völlig.

Wenn es nicht der Braten ist, dann ist es die Vorspeise, die zu salzig ist oder der Kuchen, der nicht durch ist.

Oder jemand macht uns ein Kompliment, und anstatt es dankend anzunehmen, müssen wir unserem Gegenüber auch ein Kompliment machen.

"Du siehst aber gut aus heute!"
"Du auch!"

Und dann noch der Blick in den Spiegel. Sind wir da zufrieden? Da ein Fettpölsterchen, die Nase zu gross, die Falten, die sich hier und da bemerkbar machen...

All diese Aussagen werden von unseren Kinder aufgenommen und sie beobachten uns, auch wenn uns dies nicht bewusst ist.

Wenn die Mutter nichts hinbekommt, wie sollten sie es können?
Die sensiblen Kinder wagen meist gar nichts Neues. Es wird sowieso nicht perfekt! Oder die Mutter, die Perfektionistin, hat bestimmt etwas hinzuzufügen!

Das heisst natürlich nicht, dass wir keine Ambitionen haben sollen. Die Ziele hochstecken. Den Braten das nächste Mal früher aus dem Ofen nehmen. Oder ein bisschen Joggen, um in Form zu bleiben.
Nein, sondern einfach, dass wir auf unsere Worte und Aussagen achten sollen.

WICHTIG: Im  Hinblick auf die Figur und das Aussehen müssen wir Mütter ein Vorbild sein. Eine Tochter wünscht sich doch eine Mama, die in den Spiegel schauen und sagen kann: "Wow, ich sehe heute gut aus!"
Für die Tochter ist Mama sowieso die Schönste und eifert ihr auch nach!
"Wenn ich einmal gross bin, möchte ich wie Mama sein."
Die Frage ist: Wie welche Mama? Diejenige, die nicht zufrieden mit sich selber ist, einer Diät nach der anderen nachrennt und doch immer etwas auszusetzen hat? Oder die, die glücklich in sich ruht und dies auch widerspiegelt?
Welche Mama möchtest Du sein?
Mädchen werden schnell genug mit diesem Druck konfrontiert. Schenken wir ihnen doch ein zuhause, das nicht davon geprägt ist!

Zufriedenheit. Ein wunderschönes und erstrebenswertes Wort!

Make your home a home sweet home!

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