::Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch::



Wer kennt das nicht?
Wir haben viel investiert, dass die Kinder zu Hause sich an die Regeln halten, und es klappt schon gut, sobald jedoch Besuch kommt und wir Eltern ausser Reichweite sind, scheint alles vergessen!
Wie frustrierend!

Gib die Hoffnung aber nicht auf.
Wirf das Handtuch nicht hin.
Sprich nicht anderen nach, dass Kinder sowieso das machen, was sie wollen und es alles nichts nützt.
Denn es lohnt sich dranzubleiben, du musst dich aber damit versöhnen, dass es Zeit braucht.

Ich merke je länger je mehr, dass wir Eltern uns zu sehr durch all die Annehmlichkeiten, die wir heute im Alltag haben, beeinflussen lassen.
Haben wir Lust auf eine Pizza, dann ist der Pizzaservice in einigen Minuten schon bei uns, oder die langen Öffnungszeiten ermöglichen uns Shopping-Erlebnisse fast rund um die Uhr.
Möchten wir eine Handtasche und haben das Geld (noch) nicht, kein Problem … (#notsponsored)

Unser Alltag ist geprägt von diesen sofortigen Befriedigungen und leider erwarten wir dann dasselbe von unseren Kindern.
Hier klappt das aber nicht – und wird auch nicht in Zukunft, selbst wenn mal eine App dafür herauskommen sollte. Spart euch das Geld, denn Erziehung braucht Zeit – viel Zeit. Und weisst du was? Es tut uns gut und entschleunigt unser Leben, sofern wir diese Herausforderung annehmen.

Also, wirf diese Wunschvorstellung über Board, dass es irgendein Geheimrezept gibt, dass alles schnell einfacher macht.
Denn oft stehen wir uns selbst im Wege, weil wir es versuchen, es dann nicht sofort klappt und wir denken, dass wir bestimmt was falsch machen und alles ändern, um zu merken, dass diese neue Methode auch keine sofortige Veränderung bringt.
Also, nachdem wir diesen wirklich wichtigen Schritt angegangen sind, lasst uns einige wirklich Hilfestellungen anschauen.

Lernmomente
Die fleissigen Bloglesern kennen diesen Begriff gut – genauso wie Couch-Zeit (was mich daran erinnert, dass es schon ein Weilchen her ist, dass ich darüber gesprochen habe!) :-)
Lernmomente im Nicht-Konflikt können nie übertrieben werden.
Wir sind ja schon seit Anfang dran. Immer wieder jedoch muss ich mich an der Nase nehmen, weil es gerade an diesem Punkt scheitert.
Also, auch wenn du es schon gefühlte 1 Mio. Mal gehört hast, überlege dir, wie sehr du dieses Werkzeug praktisch wirklich anwendest.
Wissen deine Kinder, warum etwas richtig ist? Wissen sie, warum sie etwas lassen sollen?
Wenn nicht, werden sie in deiner Abwesenheit nicht wissen, warum du es nicht möchtest und die Chance nutzen.

Bleib altersgemäss dran und baue darauf auf. 

Und ACHTUNG, auch das braucht Zeit. Du kannst mir nicht nach einer Woche schreiben und sagen, dass du die Lernmomente gebraucht hast und es hat sich immer noch nichts geändert.

Geh zurück zu Punkt eins, es braucht ZEIT! Zeit, die wir haben, und falls wir denken, dass wir sie nicht haben, müssen wir uns welche schaffen und unsere Prioritäten wieder ordnen.

Und wenn wir schon dabei sind: Ja, COUCH-ZEIT! Macht ihr noch Couch-Zeit, das Ding, worüber eure Kursleiterin/Bloggerin ständig schreibt? Das Ding, das den Kindern viel Sicherheit gibt? 
Wo steht ihr mit der Couch-Zeit?
Bleibt unbedingt regelmässig dabei.

Wie sieht es mit:
Dates mit den Kindern aus?
Ihre Liebessprache kennen und sprechen?
Den Trichter öffnen und mehr Freiheiten geben?

Wenn du alles abhaken kannst, dann bleibe dran, die Frucht wird kommen!
Sei geduldig und geniesse die jetzige Phase, die du mit deinen Kindern hast.
Du möchtest diesen unbezahlbaren Moment, den du nicht wieder bekommst, nicht nur überleben wollen.

Kinder sind wertvolle Geschenke. Manchmal, ja, das gebe ich zu, verhalten sie sich nicht immer so, aber das ändert nichts daran, dass sie es sind.

Unsere Aufgabe als Eltern ist nicht, von ihnen zu erwarten, dass Schwächen über Nacht überwunden werden. Wir kämpfen an ihrer Seite, so lange es uns braucht, stärken ihnen den Rücken, befähigen sie und glauben an sie!


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