::Letzte Wort?!::



Hast du ein Kind, das gerne argumentiert oder das letzte Wort hat? 
Zu allem hin scheint es dich an die Wand reden zu können, und an Ausdauer scheint es ihm auch nicht zu mangeln. 
Was für eine tolle Kombination :-). 

Schnell kommen wir in eine Art Abwärtsspirale, weil wir überfordert und erschöpft sind – und ehrlich gesagt uns auch gedemütigt fühlen von so einem kleinen Knopf. Dann werden wir laut und versuchen so unsere Autorität zu markieren. Am Ende finden wir uns in einem Streit wieder. 

Gibt es einen besseren Weg? 
Wie stoppst du ein Kind, das immer das letzte Wort haben muss? 
Es ist so frustrierend, wen du deinem Kind eine Instruktion gibst und es mit dir zu diskutieren beginnt. 
Als fürsorgliche Eltern möchten wir natürlich seinen Standpunkt hören, merken aber oft nicht, dass der Ton die Musik macht. Der Ton, wie das Kind etwas sagt, ist extrem aufschlussreich für dich. Er zeigt dir, in welcher Haltung es etwas sagt. 

Möchte es die Instruktion einfach nicht ausführen? 
Kommt es besserwisserisch rüber? 
Ist es ein Muster, das es einfach das letzte Wort haben muss? 
Die beste Art, deine Kinder davon abzuhalten, mir dir zu diskutieren, ist, wenn du selbst nicht diskutierst.
Einfach, nicht wahr?! Wäre da nicht das ABER. Aber, wie geht das? 
Ist es nicht so, dass du deinen Kindern ERLAUBST zu diskutieren? Du gibst ihnen die Möglichkeit dafür, deshalb versuchen sie es. 
Bestimmt ist es so, dass einige Kinder dies mehr beherrschen als andere, und dann gibt es noch solche, die Meister darin sind. 
Welchen Typus hast du zu Hause? 

Lehre deine Kinder, dir eine verbale Antwort zu geben: "Ja Mama/Ja Papa."
So einfach und effektiv sind diese zwei Worte. Wirklich. Es ist so kraftvoll und erstaunt mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Nun, nachdem du deinen Kindern das „Ja Mama/Papa spielerisch beigebracht hast und du das nächste Mal eine Instruktion gibst, warte auf ein Ja Mama/Ja Papa.

Wenn du jedoch merkst, dass dein Kind schon ziemlich aufbrausend ist oder eine schlechte Herzenshaltung hat, dann warte. Vielleicht hast du selber schon gemerkt, dass deine Anweisung in solchen Situationen nicht auf fruchtbaren Boden fallen wird – ganz im Gegenteil :-). Sei weise, halte inne und lass dein Kind sich kurz irgendwo hinsetzen, ob das nun in seinem Zimmer, auf der Treppe oder in der Küche ist. Grundlegend ist, dass es sich beruhigen kann. Ich pflege jeweils meinen Kindern zu sagen, dass sie zurückkommen können, wenn sie eine bessere Haltung oder ihr „Lächeln“ gefunden haben.

Dann, wenn sie kommen, schaue ihnen nochmals ins Gesicht, denn es kann sein, dass sie doch noch nicht bereit sind :-) (kommt bei uns jedenfalls jeweils vor!) Das würde bedeuten, dass es nochmals ein wenig sitzen darf.
Erst dann, wenn du merkst, dass es „offen“ ist, gibst du ihm die Anweisung.

Du wirst merken, dass es die Situation entspannt und ihr beide einfach viel ruhiger seid.
Zusammen mit der verbalen Antwort "Ja Mama/Papa" wurde dies für uns zum Segen.

Versuch es mal.

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