::Die 5-Minuten-Vorwarnung::



Für die Einen von euch eine Erinnerung, für die anderen eine neue Hilfestellung.

Die 5-Minuten-Vorwarnung hat wunderbare Ruhe in unseren Alltag gebracht.
Das heisst natürlich nicht, dass es ein Wunderrezept ist, das jeden Konflikt eliminiert.
Das wäre natürlich toll! :-) Nein, aber es minimiert diese frustrierenden Momente.
Diese kennen nicht nur unsere Kinder, sondern auch wir nur zu gut.

Wer von uns möchte gerne ohne Vorankündigung alles stehen und liegen lassen?
Ich auf jeden Fall nicht, und ich weiss – meine und deine Kinder auch nicht.

Also was tun?

Bevor ...

- du sie zum Essen rufst
- ihr vom Spielplatz nach Hause geht
- ihr einkaufen geht
- die Kinder sich bettfertig machen sollen
- ihr nach draussen geht
- ihr von der Party nach Hause müsst
- die Gamezeit vorbei ist
- sie vom Spielen draussen reinkommen müssen:

Gib ihnen eine 5-Minuten-Vorwarnung!
Das heisst, im Idealfall gehst du zu ihnen hin, stellst Blickkontakt her und sagst: „Liebes, in 5 Minuten werden wir essen, mach dich so langsam bereit, dein Spiel
zu beenden.“

Ich sage im Idealfall, weil ich mich immer wieder ertappe, runter- oder raufzurufen. :-)
Das sollte nicht die Norm sein, denn dann kannst du dir nie sicher sein, ob sie dich wirklich gehört haben.

In diesem Fall bitte ich um ein „Ja Mama, ich habe dich gehört!“

Was macht diese Vorwarnung? Sie bereitet das Kind darauf vor, dass es bald seine Beschäftigung unterbrechen muss, weil etwas Neues kommt.
Das Kind kann sich dann schon darauf vorbereiten.

Ganz praktisch lehren wir unseren Kindern so Respekt. Dass wir genauso respektvoll mit ihnen umgehen, wie wir es von ihnen erwarten.

Nun, wann immer möglich, versuche diese Vorwarnung zu gebrauchen.
Es wird immer wieder Momente geben, in denen sie SOFORT kommen sollen, aber das klappt dann auch, weil die Kinder wissen, dass wir uns normalerweise darum bemühen, sie vorzuwarnen, es jedoch auch Ausnahmen gibt.

Wenn dieses Konzept neu für dich ist, dann spiele es in einem Lernmoment durch und erkläre es deinen Kindern.

Wir haben dies von klein auf angewandt und heute, Jahre später, merke ich, wie es für unsere zwei Ältesten so wichtig ist.
Natürlich auch für unsere Jüngste, aber während der Vorpubertät ist dieser Respekt für die Beziehung zwischen Eltern und Kind
essentiell.

Sie reagieren ganz anders bei einer „Grenzüberschreitung“, wenn man einfach erwartet, dass sie sofort kommen ohne Ankündigung.

Deshalb ist Respekt auch für später und vor allem für ältere Kinder, wenn du mehr und mehr über die Beziehungsebene anfängst zu erziehen, grundlegend.
Ansonsten bröckelt das Fundament eurer Bindung.

Vielleicht versuchst du’s mal.
Für dich, die/der du dieses Konzept schon kennst, frage dich, ob du immer noch so dran bist wie anfangs.

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