::Respekt::



Wir haben kürzlich auf unserem Instagram ein Quote raufgeladen, der da heisst: 

"A child who is allowed to be disrespectful to his parents will not have true respect for anyone." Billy Graham
(Ein Kind, dem es erlaubt ist, gegenüber seinen Eltern nicht respektvoll zu sein, wird für niemanden aufrichtigen Respekt haben.)

Dieses Zitat hat mich doch sehr berührt. 
Wie kraftvoll der Respekt doch ist. So sehr, dass wenn es den Kindern erlaubt wird, ihre Eltern zu schlagen, sie zu beschimpfen, zu ignorieren, zu beleidigen, sich lustig über sie zu machen, und dies wiederholt, sie Andere nicht wirklich respektieren können. 

Du findest es vielleicht heute noch süss oder lustig, wenn deine 2-Jährige dich schlägt oder ignoriert, oder dein Dreijähriger immer das letzte Wort hat. "Er ist eben sehr wortgewandt und hat seinen eigenen Kopf!“ … Ich habe schon einige Aussagen gehört :-), glaube mir. Die lassen mich dann jeweils schmunzeln und ich frage mich, ob die Eltern das immer noch so sehen werden, wenn ihre Kinder 15-jährig sind. 

Es gibt heute ein Sorgenstelle für Eltern, die von ihren Kindern geschlagen werden und Angst vor ihnen haben – Tendenz steigend. 
Wie traurig. Wie ist es soweit gekommen? 
Bestimmt bringt jeder seine Geschichte mit, und es gibt verschiedene Faktoren, aber haben diese Kinder je gelernt, ihre Eltern zu respektieren? Schritt für Schritt, von klein auf? 
Auch hier gilt: Je früher, desto besser.
 
Für kleinere Kinder ist das Wort Respekt doch ziemlich schwierig zu verstehen. 
Wir haben es bei unseren Kleinkindern oft so gehalten, wenn sie uns schlagen wollten, dass der Respekt „Nein, das macht man nicht, das tut weh“ hiess, oder „Nein, aufpassen/vorsichtig…“. 
Später dann war auch das „Ja Mama/Papa" ein fabelhafter Stellvertreter. 
Mit zunehmendem Verständnis haben wir unseren Kindern erklärt, dass man andere Menschen so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte. 
Wir haben in Lernmomenten über Geschwisterkonflikte gesprochen oder Situationen gebraucht, wie sie mit uns Eltern umgegangen sind; sie darüber nachdenken lassen, wie man es anders machen könnte – freundlicher. 

Zu Hause fangen wir damit an, dass Respekt nicht nur eine Floskel bleibt, sondern gelebt wird, und dies auf beiden Seiten, Kinder zu ihren Eltern, und Eltern zu ihren Kindern. 
Ein freundlicher, zuvorkommender Umgang zu Hause wertet die ganze Atmosphäre auf.
 
Wo fängt man an? 
Kleinkindern kann man Respekt für das Eigentum Anderer lehren, sobald sie mobil sind. 
Stelle nicht dein ganzes Haus um und mach es ultra „kindersicher“, denn hier kannst du schon mit dem Lehren beginnen und hast zusätzlich weiterhin ein zuhause, in dem du dich wohl fühlst, plus hast du nicht so einen krassen Stress sobald du jemanden besuchen gehst, der wie in einem Schöner-Wohnen-Katalog lebt. :-) 
Genauso lehre deinen Nachwuchs zu respektieren, wenn Mama und Papa nein zum ach so attraktiven Kabel sagen, wenn er daran knabbern möchte, die ganzen Küchenschubladen ausräumt oder die Wände mit einem wasserfesten Stift anmalt. 
Bestimmt hast du schon gemerkt, dass der Alltag verschiedene Möglichkeiten bietet – und diese immer und immer und immer wieder :-).  

Vergiss nie das Endziel, denn das hilft dir heute, die richtigen Entscheidungen zu treffen. 
Älteren Kindern kannst du Respekt auf die verschiedensten Arten erklären: 

Respekt ist...: (wer kennt noch Liebe ist...?! :-) 
- niemanden zu schlagen, weil wir uns um das Wohl anderer sorgen. 
- niemanden auszulachen, denm wir möchten sie nicht blossstellen. 
- im Theater leise zu sein, weil andere Leute auch zuhören möchten. 
- niemanden zu beschimpfen, denn das ist nicht freundlich. 
- auf eine positive Art über andere zu denken.
Wertschätzung 
Hochachtung 
Rücksicht 
Ehre 
....... 

Fülle das Warenlager deiner Kinder auf und erkläre es auf die verschiedensten Arten und Weisen altersgerecht und passe dies mit jedem Geburtstag an. 
So erhalten sie ein Verständnis darüber, was Respekt heisst und was es nicht heisst. 
Denn Respekt ist nicht gleich Angst. 
Früher wurde dies wohl stärker praktiziert, das Respekt Angst vor jemandem bedeutet.  
Eltern kontrollierten so das Verhalten des Kindes. 
Leider ist dies nur von kurzer Dauer, denn sobald die "Respektperson" nicht da ist, ist der Respekt genauso schnell verschwunden. 
Angst ist nie ein guter Berater. 
Investiere Zeit, deine Kinder grundlegend zu lehren.
 
Wie hast du es selber mit Respekt? 
Respektierst du deinen Chef? 
Polizisten? 
Respektpersonen? 
Autsch?! 
Du kannst deine Kinder nur soweit bringen, wie du selber bist. Natürlich kannst du es versuchen, aber dein Handeln wird lauter sprechen als deine Worte. 
Also, bevor du lauthals dich über den Polizisten oder den Chef aufregst, halte inne, denn deine Kinder können nicht unterscheiden, dass deine Tyrade gegen den Chef was anderes ist, weil der doch so ... ist. 

Wir machen es unseren Kindern ziemlich schwer, wenn unsere Worte sich nicht mit unseren Taten decken.  

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