::Hausaufgaben -2-::



Gibt es das auch bei euch: Eure Kinder machen zwar die Hausaufgaben, das Blatt sieht nachher jedoch aus, als ob der Hund daran herum gekaut hatte?
Oder man kann kaum erkennen, welche Wörter geschrieben wurden, weil das Kind sich gar keine Mühe gegeben hat?

Was tust du, wenn dein Nachwuchs seine Hausaufgaben schludrig macht?

Anfangs kam das bei unserem Ältesten auch mal vor. In der ersten Klasse sah das Blatt oft alles andere als schön aus, weil er doch schnellstmöglich fertig sein wollte um spielen zu gehen – konnte ich ihm das verwehren?

Ich konnte :-) und wusste, dass ich ihm einen Schritt voraus sein muss.

Das nächste Mal hiess es: Radieren und schön machen. Leider geht das nicht immer, da das Blatt dann noch schlimmer aussieht als vorher, auch wenn man versucht schön darüberzuschreiben.
Aber auch da hatten wir eine Lösung parat, ganz zum Leid unseres Ältesten. Die Geschichte, die er als Hausaufgabe schreiben musste, durfte er auf einem neuen Blatt nochmals schreiben. Wir haben dieses Blatt dann nicht abgegeben, aber es hat seinen Zweck erfüllt.

Bei anderen Aufgaben kannst du beispielsweise etwas Ähnliches aus dem Internet audrucken, damit das Kind diese zusätzlich erledigen darf.
Nach dem zweiten oder dritten Mal extra Hausaufgaben hat das Kind es gelernt. Beim nächsten Elterngespräch wurde dann auch noch seine schöne Schreibweise gelobt.

Wir haben uns mit unserem Sohn hingesetzt und ihm erklärt, dass er nicht die Freiheit hat, solche Blätter seinem Lehrer abzugeben.
Wir verstehen natürlich, dass er so schnell wie möglich wieder spielen gehen will, es ist jedoch ein Zeichen des Respekts, sich Mühe zu geben. 
Würde er selber gerne solche Blätter kontrollieren, die er fast nicht lesen kann? 
Es könnte auch sein, dass er einen Fehler bekommt, nur weil die Lehrerin seine Schrift nicht entziffern kann.

Es war eine super Lektion für ihn. Er, der gerne alles schnell schnell machte. Er lernte, sich Zeit zu nehmen, etwas nochmals durchzuschauen und muss seitdem auch nie mehr
extra Hausaufgaben machen.

Vielleicht fragst du dich : "Warum mir noch mehr Mühe machen!?"

Nun ja, frag dich mal: Regst du dich über die schludrige Schrift deines Kindes auf? Machst du es zum hundertsten Mal darauf aufmerksam?

Versuche es mal so, wie wir es gemacht haben. Anfangs wird es Überzeugungskraft brauchen, du musst konsequent dranbleiben und es wird viel mehr Zeit brauchen, aber es lohnt sich. Du wirst dich viel weniger aufregen und deinem Kind gibst du etwas auf den Weg mit.

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