::Perspektive::


Ich lernte gerade kürzlich wieder eine Lektion zum Thema Perspektive.

Oft hilft es, wenn wir unsere Kinder durch die Brille anderer Leute sehen.

Wenn du nur ein bisschen so bist, wie ich es bin, tendierst du eher dazu, das zu sehen, was noch nicht klappt, als das
was schon klappt.
(Keine Sorge, ich arbeite daran) :-)

Nun, wir waren zweieinhalb Wochen im Urlaub, und da kommt Verschiedenstes zum Vorschein.

Da unser Kurzflug nach Kanada überbucht wurde, war unsere Familie forciert, geteilt zu fliegen. Und aus einem Flug wurden zwei mit einem vierstündigen Aufenthalt dazwischen. Zusätzlich mussten wir um 5 Uhr morgens aufstehen, was keine grosse Hilfe für diese Umstände war.
Mein Mann flog mit unserem Ältesten und ich mit den Mädchen. Die Flughafenbeamtin hatte es treffend forumuliert: "Er hat das goldene Los gezogen“. :-)

Ich versuchte das Beste daraus zu machen. Meine ältere Tochter ist eigentlich überhaupt kein Problem, bringst du aber die jüngere mit ins Spiel, verändert sich vieles. Die Kleine, voller Energie, hat einfach immer Spass und ist on the move.

Im Flugzeug hatte ich das Gefühl, dass ich sie ununterbrochen daran erinnern musste, ihre „leise Stimme" zu gebrauchen. Wir arbeiten schon länger daran. Sie spricht SEHR gerne SEHR laut und geniesst es, wenn andere Leute sie hören.

Als wir landeten, war ich ziemlich erleichtert. Eine Frau, die vor uns sass, nahm mich zur Seite und sagte: "Sie geben mir Hoffnung. Ich muss im Sommer das erste Mal mit meinen drei Kindern fliegen und ich habe sie beobachtet, es hat super geklappt und ich glaube, ich schaffe das auch!" Wow, hat sie das wirklich zu mir gesagt? Diese Ermutigung, für sie wie für mich, war Balsam für meine Seele!

Unser vierstündiger Aufenthalt in Toronto war toll, die Mädchen schliefen eine Stunde davon. Ich sagte ihnen zuvor: "Mädchen, jetzt müsst ihr auf den Bänken ein bisschen schlafen!" Ich glaubte eigentlich nicht daran, aber sie waren nach einigen Minuten im Tiefschlaf.
Alle Eltern, die mit ihren Kindern vorbeiliefen, sagten: "Könnt ihr nicht so schön wie diese Mädchen schlafen?"

Vor dem Gate warteten wir auf den Einlass, wieder sassen sie ganz ruhig. Eine Familie mit ihren zwei Kindern, die mit den Grosseltern reisten, sagten zu ihren Kindern: „Schaut mal, wie gut erzogen diese Kindern sind. Und ihr treibt uns in den Wahnsinn!"

Es war nicht nur für mich wunderschön, meine Kinder durch die Augen Fremder zu sehen, sondern auch für meine Kinder, Lob von Anderen zu hören.

Manchmal schauen wir Eltern so verbissen auf die Dinge, welche unsere Kids noch nicht gut machen, dass wir all das Positive, das sie bereits können, übersehen.

Deshalb ermutige ich euch: Sprecht positive Dinge an, die ihr bei anderen Familien sieht. Ermutigt die Eltern und Kinder – es lohnt sich und gibt den Müttern und Vätern die nötige Energie, um weiterzumachen.

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