::Starke Familien::


Ich habe kürzlich gelesen, dass starke Familien regelmässig „Family Nights“ einplanen.

Es hat mich begeistert, als ich eine Mutter hörte, die erzählte, dass ihre Eltern jeden Freitagabend zusammen auswärts essen gingen. Sie selbst war dann jeweils mit ihren Freunden unterwegs. Diese brachten sie immer, nachdem die Eltern nach Hause kamen, auch heim, damit sie den Abend mit ihrer Familie verbringen konnte.
Es zog sie förmlich nach Hause! Sie wollten als Teenager, als alle ihre Freunde schnell nach draussen wollten, bei ihren Eltern sein und die Familienzeit geniessen.

Wir kennen auch andere Familien, wo dies der Fall ist. Teenager UND Eltern, die die Zeit zusammen geniessen. Und das sind überhaupt nicht eigenartige Teenager, die einfach keine Freunde haben und deshalb mit den Eltern zusammen sind – im Gegenteil, diese Teenager sind stark, mutig und sozial gefestigt.

Bei Familien, die so einen starken Zusammenhalt haben, spürt man förmlich die Familienidentität. Sie ist ansteckend, oftmals auch für Gleichaltrige, die gerne ein Teil davon sein möchten.

Wie war das bei dir zu Hause?
Was wünscht du dir für deine Familie?
Geniessen deine Kinder die Zeit mit ihren Geschwistern?

Ich finde es wichtig sich mal zu überlegen, was für eine Familienidentität man sich wünscht und dann zurückzuschauen und zu überlegen, was man HEUTE tun kann, um diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.
Wir fangen HEUTE damit an, wenn wir eine Familie gründen, unsere Kinder klein sind. HEUTE säen wir, damit, wenn sie dann älter sind, die Beziehung gefestigt ist.

Heute, wenn es anstrengend ist, heute, wenn wir unpopuläre Entscheidungen für die Zeit mit der Familie treffen.

Unsere Familienzeit war uns von Anfang an heilig. Auch wenn wir nicht genau wussten, wie das ganz praktisch aussehen würde, waren wir anfangs oft überwältigt mit den vielen Terminen. Sie frustrierten uns und wir wussten nicht, wie wir dies ändern könnten. Kann man denn so einfach aus diesem Zirkus aussteigen, aus diesem Hamsterrad?
Ja, das kann man. Auch wenn es eine Portion Mut und das bewusste Einplanen der Familienzeit (für alles andere können wir es doch auch) benötigt , war es befreiend.
Befreiend, auch mal nein zu sagen, befreiend, Zeit zu haben, befreiend, spontan sein zu können.

Vielleicht fragst du dich, ob wir überhaupt noch soziale Kontakte pflegen. Das tun wir natürlich. Mir kommt es sogar so vor, als ob wir mehr Zeit hätten.
Jetzt rückblickend. Mittendrin jedoch, kurz nach der Entscheidung, war es schwierig, ein neues Muster zu schaffen und sich nicht so zu fühlen, als ob man zu kurz käme oder nicht überall dabei sein könne (muss man das überhaupt, um glücklich zu sein?).

Dies gab uns extra Zeit für die Familie. Familienidentität zu schaffen, um füreinander da zu sein, zu spielen, spontane Ausflüge zu machen oder eben auch spontan sich mit Jemandem zu treffen.  

Heute jedoch muss ich mich wieder an der Nase nehmen.
Die Schule mit ihren vielen Hausaufgaben hat unsere Wochenenden oftmals im Griff.
Als ich also kürzlich las, dass starke Familien regelmässig „Family Nights“ einplanen, habe ich gemerkt, dass wir in unserer neuen Phase neu herausfinden müssen, wann unsere Familienzeit reinpasst.
Mehr und mehr, so merke ich, weitet sich alles auf die Abende aus.
Es hat angefangen, als unser Ältester nicht mehr um 19.00 Uhr ins Bett ging. Schon da musste ich mich dran gewöhnen. Ich merke, wie eine neue Phase anklopft und unsere Abende zur Familienzeit werden, da unsere Kinder (seufz…) weniger Schlaf brauchen. Aber so müssen wir immer flexibel bleiben, uns anpassen und wieder einen Weg finden, Familienzeit zu haben.

Denn unser Ziel ist es, dass wir als Familie eine starke Identität haben, die gemeinsame Zeit geniessen und füreinander da sind. Nicht nur jetzt, wenn unsere Kinder bei uns wohnen, nein, auch wenn sie mal ausgezogen sind und wir Freunde sind.

Fange jetzt an, investiere Zeit, sodass dein Wunsch nicht nur ein Traum bleibt, sondern Realität wird.

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