::Verinnerlichen::


Dieses Thema liegt mir so am Herzen! 
Es ist so bedeutend und ein wichtiger Schritt in der Erziehung.
Wir möchten keine Roboter oder angepassten Kinder erziehen. Unser Ziel ist es, dass unsere Kinder das, was wir ihnen lehren, verinnerlichen, damit es zu einer Herzensangelegenheit wird.

Einfacher gesagt als getan, ich weiss!

Wie bist du erzogen worden? Weisst du genau, warum du Dinge tust oder lässt? Wurde dir das moralische Warum gelehrt oder tappst du im Dunkeln? Erhoffst du dir im besten Fall, dass du es richtig machst, aber sicher bist du dir irgendwie nie? 

Dieser Punkt kommt in der Lektion 5 vom Childwise Kurs vor, und je länger ich mich damit befasse, desto mehr wird mir bewusst, wie wichtig es ist, sich mal selbst zu fragen, auf welchem Fundament man steht.
Wenn du diese Frage ganz ehrlich beantwortest, kannst du wenn nötig Schritte zur Veränderung schaffen, damit du deinen Kindern dieses starke Fundament mitgeben kannst. So dass sie dann genau wissen, warum etwas richtig oder falsch ist. Sie können sich dann, weil sie es selbst verinnerlicht haben, auch auf die verschiedensten Lebensbereiche und Situationen anpassen, weil sie das WARUM dahinter kennen.
Sie reagieren nicht aus Angst, Erwartungshaltungen von anderen oder eben aus Menschenfurcht, sondern weil du dir die Zeit genommen hast, sie zu lehren und sie nicht mit Strafen abspeist und somit ruhig hälst. Vielleicht gelingt dir dies eine gewisse Zeit und schenkt dir wertvolle Freizeit. Langfristig jedoch wirst du deine Kinder nur frustrieren.
Also, es lohnt sich, nicht die extra Lernstunde ausfallen zu lassen, denn später wirst du dies bereuen – und es wird leider nicht einfacher!

Obwohl sich die meisten Eltern erhoffen, dass es dann schon einfacher wird, später irgendwann. 
Man wünscht sich mit dieser Aussage, dass es besser wird, und zwar OHNE Investition.

Ich würde nicht darauf pokern, sondern heute ein starkes Fundament bauen.

Natürlich muss man Kindern unter drei Jahren nicht auf komplizierte Art und Weise langatmig Gründe für ein Verhalten erklären. Da gilt oft: Mein Ja ist ein Ja, und mein Nein ein Nein.
Wenn sie es in diesem Alter lernen, wirst du später wunderbar darauf aufbauen können.

Ab drei Jahren ist es wichtig, an der Verinnerlichung zu arbeiten, und dies für die nächsten JAHRE. (Entschuldigung, auch hier gibt es keine Quick Fixes) :-) Es geht tatsächlich Jahre. Je schneller du dich damit abfindest, desto angenehmer wird der Prozess.

Liebe den Prozess!

Also arbeite altersentsprechend daran. Konsequenzen wird es immer noch für ihr Verhalten geben. Gebrauche aber die reflektierende Auszeit mehr und mehr. Lass die Kinder überlegen, auch über die Wiedergutmachung, und wie sie es das nächste Mal anders machen könnten. 

Du kannst ihnen nicht immer alles vorsagen, denn diese Erklärungen werden ab drei Jahren und vor allem ab ca. 6 Jahren zu Belehrungen, die – je älter die Kinder werden – sie umso mehr davon abhalten werden, die Grundsätze zu verinnerlichen, und leider motivieren sie die Kinder auf keinste Weise. Denn rate mal, wer beim nächsten Mal ihnen wieder alles aufsagen wird?!
AUTSCH, ja, genau wir.

Drum, es liegt mir so am Herzen: Lehre deine Kinder, aber nimm dann einen Schritt zurück und lass sie in der reflektierenden Zeit selbst darüber nachdenken.

Bist du mit einem Punkt ständig mit deinem Kind dran? 
Benutze die reflektierende Auszeit. Wenn du diese benutzt und immer noch nicht weiterkommst, dann lass das Kind länger sitzen, aber frage dich genauso, ob du deinen Job gemacht hast, es zu lehren. Nicht zu belehren, sondern zu lehren. 
Dies geschieht oft im Nicht-Konflikt.

Es ist doch unser allen Anliegen, dass wir Kinder erziehen, die von Herzen Dinge tun.

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