::Bestandesaufnahme -2-::


Bereit für die zweite Bestandesaufnahme? 
Falls du die erste noch nicht gelesen hast, findest du den LINK dazu hier:
http://childwise-ch.blogspot.ch/2015/11/bestandesaufnahme-1.html

Schnapp dir noch dein Lieblingsgetränk, mach es dir gemütlich und stelle dir folgende Fragen:
 
- Wie zufrieden bist du momentan in deiner Familie?
- Geniesst du die gemeinsame Zeit, oder bist du froh, wenn der Tag endlich vorbei ist?
- Erziehst du proaktiv, oder hast du das Gefühl, du hinkst hinterher?
- Wirst du oft laut?
- Fühlst du dich ohnmächtig? Überfordert?
 
Sei bitte schonungslos ehrlich – die Antworten musst du uns nicht einschicken. :-)
Die ungeschminkte Wahrheit ist das Einzige, was dir weiterhelfen wird.

Wir Eltern müssen einander nichts vorspielen, uns geht es auch in der Erziehung ähnlich. Niemand hat das super-duper einfache Kind (oder ich habe es noch nicht kennengelernt! Bei uns zu Hause wohnt keins!) :-) oder ist selbst super-tiefenentspannt-immer pro-aktiv-nie aufbrausend-allezeit freundlich und liebenswürdig. – Das bin ich ganz sicher nicht! :-)
 
Ich kenne die Zeiten, in denen ich mich absolut überfordert fühle, laut werde, hinterherhinke und einfach nur happy bin, wenn ich den Tag überlebt habe.
 
Der Unterschied zwischen Phasen und dem Dauerzustand ist jedoch gross.
 
Wenn wir in einer schwierigen Phase stecken, die sich manchmal nur schon vom Alter der Kinder her ergibt, ist es herausfordernd. Was jedoch in diesen Zeiten nicht hilft, ist zu denken: „Das geht schon mal vorbei!“ Was diese Wunschvorstellung doch in den meisten Situationen meint, ist: „Ich lehn' mich zurück, reg' mich ab und zu ein bisschen auf, aber lass die Kinder machen. Das geht vorbei!“

Genauso wenig hilft die Aussage: “Ach, das geht vorbei!“, nachdem dir jemand sein Leid geklagt hat, wie schwierig es momentan sei.

Ja, es gibt solche schwierigen Phasen. Wenn du jedoch nicht dranbleibst, deine Familienziele verfolgst und diese Herausforderungen als Chance siehst an Dingen zu arbeiten, dann geht die „Phase des Alters" zwar vorbei, das schlechte Verhalten jedoch bleibt – und es bleibt nicht nur, es wächst!

Deshalb überlege dir auch in den herausfordernden Zeiten:

- Machen mein Partner und ich noch Couch-Zeit?
- Bin ich immer noch konsequent?
- Machen wir noch Kinder-Dates?
- Sprechen wir die Liebessprache der Kinder?
- Wie sieht es mit den Äffchen aus, habe ich sie wieder übernommen?
- Wie sieht es mit dem Respekt zu Hause aus? Gebrauchen wir noch die verbale Antwort „Ja Mama/Ja Papa", das Bitte und Danke, die Unterbrechungsregel?
- Gebe ich zu viele Freiheiten? Oder das Gegenteil, und ich müsste mal den Trichter lockern?
….


Ich versuche, diese schwierigen Zeiten wirklich als Chance zu sehen! Es sind Warnsignale auch für mich, wo ich an mir und der Erziehung arbeiten kann. 
Jetzt können wir noch alle etwas lernen, jetzt sind sie noch klein, jetzt sind es noch kleine Dinge …

Versuche die Dinge nicht auf später zu verschieben, sondern nimm dir Zeit dafür, schaffe Platz, um dich damit auseinanderzusetzen, um nicht die Freude zu verlieren.

Die Beziehung mit deinem Kind ist es wert, deinen Alltag zu entschleunigen! 
Die Zeit, die wir haben, ist tatsächlich begrenzt.

Manchmal braucht dein Kind einfach mal deine volle Aufmerksamkeit, zum Beispiel bei einem Date mit dir, oder indem du seine Liebessprachen sprichst und es spürt, dass du es liebst!

Nimm einen Schritt aufs Mal! Sei nicht zu streng mit dir und deinem Kind.
Vergiss auch nie, jede Phase zu geniessen!

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